Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1909) Die Natur / von G. Schwalbe ...
Entstehung
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Vorwort.

Line Landeskun-e, die auf den Ergebnissen moderner Wissenschaft fußt, ist für die Provinz Brandenburg ein Bedürfnis, seitdem die Forschung die geschichtlichen und geographische» Grenzen bis zur Volkskunde und Statistik erweitert bat. Sie ist für Brandenburg um so mehr Bedürfnis, als die Gegenwart immer energischer nach den Ergebnissen moderner Wissenschaft verlangt und die gewaltige Verschiebung der wirtschaftlichen Kräfte und der Bevölkerung immet mehr Schächte alten Lebens verschüttet. Andrerseits aber ergeben sich gerade aus diesen Umständen auch gewisse Schwierigkeiten, die es vielleicht ratsam erscheinen lassen, die Bearbeitung soweit auf­zuschieben, bis die auf allen wissensä,astlichen Gebieten einsetzende Tätigkeit ein voll­ständigeres Ergebnis verheißt. Das bedeutet aber, soweit von einer Vollständigkeit überhaupt die Rede sein kann, die Herausgabe auf Jahrzehnte vertagen. Dem­gegenüber erschien es den Herausgebern richtiger, ein Bild des gegenwärtigen Wissens zu geben, und es der Ankunft zu überlassen, die Ergebnisse neuer Forschungen zu verwerten. Dem Freunde unserer heimatlichen Provinz, dem Be­amten, Lehrer und Forscher, der sich über die Akark Brandenburg unterrichten will, lind dem Bewohner eines Landes von so stolzer Vergangenheit, so große,» Einflüsse auf die geschichtliche und kulturliche Entwicklung unseres deutschen Vaterlandes, wird ein Werk willkommen sein, das mit wissenschaftlichem Ernst und in volkstüm­licher Sprache die verschiedenen Seiten dieser Heimatkunde darstellt. Die Herausgeber sind sich dabei wohl bewußt, daß vielleicht noch manches Gebiet eine eingehendere Berück­sichtigung hätte finden können; indessen legte der einheitliche Grundgedanke des Werkes, der die einzelnen Kapitel nicht nur aneinanderreiheu, sondern sie sowohl miteinander wie mit dem Gesamtstoff in Beziehung lassen wollte, eine Beschränkung auf, die für ein Handbuch nur von Vorteil sein dürfte, jedenfalls sind sie bestrebt gewesen, nach ihren Kräften das Beste zu ermöglichen.

Leicht ist cs nicht gewesen, das Werk zu beginne». Über acht jahre sind vorübergegangen seit dem Tage, da die Herausgabe einer Brandeuburgischen Lan­deskunde in einem kleinen Kreise von Mitgliedern derGesellschaft fm Heimatkunde der Provinz Brandenburg" erörtert worden war, bis zu dem Augenblick, in dem wir mit ehrfurchtsvollem Danke die Nachricht erhielten, daß S e. Alajestät der Deutsche Kaiser Wilhelm H- die Widmung des Werkes anzunehmen geruht habe. Wenn es nach vielen Arbeiten und Blühen heute möglich ist, den ersten der fünf Bände der Öffentlichkeit zu übergeben, so danken wir dies