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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
Entstehung
Seite
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SC 23 chern gepredigtes Geheimniß ward, ehe es im Druck erſchien. Ich könnte hier eine ganze Reihe von Nahmen aufſtellen, unter denen man Gelehrte von entſchledenem Auſehen finden würde; wenn ich darauf bedacht geweſen waͤre, mir ihre Era laubniß dazu einzuholen. Selbſt von der jůdiſchen Nation kannten das Manuſcript; und wunſchten ſehr, es ſobald als möglich, gedruckt zu ſehen. Bey fo bewandten Umſtaͤnden, da fo Viele um die Sache wuſten, konnte es alſo nicht fehlen, daß nicht auch Mendelſohn es haͤtte erfahren ſollen,

daß ihm eine ſchlimme Sache bereitet ſey. Indeſ­

ſen hatte er das Manuſeript ſelbſt nie zu Geſichte bekommen. Alles, was er davon wuſte, wuſte er aus den unvollſtaͤndigen Erzehlungen Anderer, und aus dem allgemeinen, in Berlin davon herumge­henden Gerüchte. Und da das ewige Gekrieche ſo vie­ler deutſchen Schriftſteller und kleinen Geiſter vor ihm, ihm ſchon ſelbſt, eine groſſe Idee von ſichbeyge­bracht hatte; ſo glaubte er immer noch, es mit dieſem ſeinen neuen Gegner, wenn er erſchiene, hinlaͤnglich aufnehmen zu können. Um indeſſen doch ſich auf

den bevorſtehenden Feldzug zulaͤnglich geruͤſtet zu halten; ſo gab er vor der Hand fein Vorhaben

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