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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
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ſcheinung vorzubereiten: wobey er ſich zugleich eis ne Abſchrift ſeiner ihm im vorigen Jahre zuge­ſchickten Erinnerungen ausbat, unter dem Vor­geben, daß er die ſeinige verlegt hätte; vers muthlich, entweder, in der Abſicht. um den Ja­cobi glaubend zu machen, als wolle er nun erſt recht die Unterſuchung des Spinoziſmus vorneh­men, und um ihn durch dieſen Gedanken von neuem in den Schlaf zu wiegen; oder in der Hofnung, daß Jacobi vielleicht eine beſondere Abſchrift da­von zu nehmen, für zu muͤhſam finden und ihm alſo das Original ſelbſt zurückſchicken würde: Und in dieſem Fall hatte er ihm doch alsdenn wenig­ſtens dis Actenſtück wieder aus den Naͤnden ges ſpielt. Ein Umſtand, der freylich nachher, da ſein Plan vereitelt wurde, ſeine ganze Wichtigkeit eben­falls verlor.

Allein nun wurde dem J. die Sache zu bunt,

Die Augen fingen ihm an aufzugehen; die Hand­

lungs art und Abſichten des M. wurden ihm ver­

dachtig. Er fand ſich in einem Nebel gehüllet, in

dem er es ſich nicht mehr zu ſagen wuſte, wohin

der Weg, auf welchen ihn M. bisher geleitet hatte, brin­