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weiter von dem alten judiſchen Gottesdienſt als abgeſtellt für ſich anſehen konne, als blos dasjenige, was ſich damals unmittelbar auf Tempeldienſt und Candeigenthum in Palaͤſtina bezogen haͤtte:(Dinge, die er wol als abgeſtellt zugeben muſte, weil kein Tempel und Landeigenthum jezt mehr da iſt. und wenn er nun hinzuſezt: Aber, perſdhnliche Gebote, Pflichten die dem Soh„ne Iſraels, ohne Ruͤckſicht auf Tempeldienſte und KLandeigenthum in Palaͤſtina, auferlegt find, müfe „‚fen von uns noch immerfort ſtrenge nach den Wor„ten des Geſetze beobachtet werden, bis es dem
Allerhdchſten gefallen wird, unſer Gewiſſen zu bo|
„ruhigen und die Abſtellung derſelben laut und dfſfentlich bekannt zu machen. ſo frage ich; Wuſte es M. daß dieſe perſohnliche Gebote und Pflichten faſt alle auf den unmittelbahrſten Menſchenhaß gegen andere Voͤlker abziehlten? daß ſie mehrentheils Aufforderungen an die Juden zur Begehung der ſchandlichſten Ungerechs tigkeiten gegen die Sojims waren?— oder, wuſte er es nicht?— Laßt ſich dis leztere von eis nem Manne annehmen, der ſelbſt eine doppelte ueberſetzung der fün; Bücher Moſes verfertiget
hat?