Druckschrift 
Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
Entstehung
Seite
68
Einzelbild herunterladen

6 Coen

weiter von dem alten judiſchen Gottesdienſt als abgeſtellt für ſich anſehen konne, als blos dasje­nige, was ſich damals unmittelbar auf Tem­peldienſt und Candeigenthum in Palaͤſtina bezogen haͤtte:(Dinge, die er wol als abgeſtellt zugeben muſte, weil kein Tempel und Landeigen­thum jezt mehr da iſt. und wenn er nun hinzuſezt: Aber, perſdhnliche Gebote, Pflichten die dem Soh­ne Iſraels, ohne Ruͤckſicht auf Tempeldienſte und KLandeigenthum in Palaͤſtina, auferlegt find, müfe ‚fen von uns noch immerfort ſtrenge nach den Wor­ten des Geſetze beobachtet werden, bis es dem

Allerhdchſten gefallen wird, unſer Gewiſſen zu bo|

ruhigen und die Abſtellung derſelben laut und df­ſfentlich bekannt zu machen. ſo frage ich; Wuſte es M. daß dieſe perſohnliche Gebote und Pflichten faſt alle auf den unmittelbahrſten Menſchenhaß gegen andere Voͤlker abziehl­ten? daß ſie mehrentheils Aufforderungen an die Juden zur Begehung der ſchandlichſten Ungerechs tigkeiten gegen die Sojims waren? oder, wu­ſte er es nicht? Laßt ſich dis leztere von eis nem Manne annehmen, der ſelbſt eine doppelte ueberſetzung der fün; Bücher Moſes verfertiget

hat?