Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 28, Blatt 60 [Neue Nr. 2951] (1936) Schwedt : geologische Karte / geogn. bearb. durch Th. Schmierer ..
Entstehung
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Bodenverhältnisse 25

Bodeneinschlag bei Kleinmantel(Blatt Königsberg), Schlag 4, 800 m nordöstlich des Kaninchenberges, im=-Gebiet.

Ay: 25cm kaum lehmiger, mittelfeiner Sand, humos, kalkfrei, lose; scharf abgesetzt gegen Bleichzone, grauer feuchter Sand mit Steinen, etwas lehmig, kaum durch­wurzelt, 20 bis 40 cm mächtig; grauer Sand mit reichlichen Eisenstreifen, die zum Teil etwas lehmig sind. An einer Stelle ein kalkiges Geschiebe, sonst kalkfrei. Bildung von Eisen­bändern in verschiedener Tiefe, nicht durchwurzelt. Nicht erreicht.

Es handelt sich um einen außerordentlich stark ver­witterten und verarmten Boden, für den die einzige, allen­falls noch einigermaßen rentable Nutzungsform die Kartoffel ist. Der stark ausgeprägte Bleichhorizont muß als fast steril gelten, ist auch kaum noch durchwurzelt. Der Roggen wird also nur sehr niedrige Erträge bringen, der Boden ist so er­schöpft, daß irgendwelche größeren Aufwendungen nicht lohnen. Auch eine Aufforstung verspricht keinen rechten Erfolg. Dieser Bodentypus gehört mit zu den schlechtesten des ganzen Blatt­gebietes.

Einen noch verhältnismäßig gesunden Boden von mittlerer Leistungsfähigkeit, leidlich im Wurzelraum, und bei schwacher Horizontierung und ausreichender Frische geeignet für den An­bau von Roggen, Kartoffeln und Hafer zeigt folgender

Bodeneinschlag bei Woltersdorf, Jagdbudenschlag,

300 m südlich des Wachtenberges im De m

20 bis 25 cm anlehmiger Sand, humos, krümelig, kalkfrei, lose übergehend in

_mittelfeiner Sand, in der obersten Zone noch schwach humos, nach unten zu heller werdend, schwach rötlich braun, bei etwa 60 cm nur schwach ausgebildete Eisenbänder, Struktur gleichmäßig, kleine Steinchen,'durch­wurzelt bis etwa 1m.

Die Gefahr einer Versäuerung liegt hier kaum vor; sollte jedoch geplant werden, den Anbau von Gerste oder Klee zu versuchen, so wird sich eine leichte Kalkgabe empfehlen.

Die Auswaschung dieser Böden ist sehr viel weiter fort­geschritten als auf dem Geschiebelehm. Viele Profile zeigen eine schon recht weitgehende Bleichung(Podsolierung), die durch künstliche Maßnahmen kaum zu beseitigen ist.

Die ds-Böden,.die die Geschiebemergelhochfläche meist an deren Rändern begleiten, haben nur stellenweise eine größere Verbreitung. Ein solcher Boden wurde auf Blatt Schwedt näher untersucht und zeigte folgendes Profil: