30 Die landwirtschaftlich-bodenkundlichen Verhältnisse der Lieferung
grundlockerung angeraten werden, um den plötzlichen Übergang zwischen A und B zu mildern.
Für die Talsande der mittleren Stufe können die Ergebnisse zweier KEinschläge mitgeteilt werden, die bei Großmantel und nordöstlich Rehdorf in der Nähe des Vorwerks Favorit auf Blatt Königsberg NM. aufgegraben wurden.
Bodeneinschlag auf Schlag B, 450 m: westlich von Favorit
20—25 cm, mittlerer Sand, humos, lose, kalkfrei, abgesetzt gegen
20 cm rötlichgelber, mittelkörniger Sand, etwas dichter, noch durchwurzelt, kalkfrei, mit Geschieben, übergehend in
grauer, mittelkörniger Sand, ziemlich dicht, mit einzelnen Eisenstreifen, nicht durchwurzelt:
Der Boden ist ziemlich weitgehend verwittert. Die deutliche Horizontierung und die KEisenausscheidungen lassen erkennen, daß hier die Gefahr der Versäuerung vorliegt. Da die Schichtung ungleichmäßig ist, und Verdichtungen im Untergrund auftreten, wird Roggen nur mittlere Erträge bringen. Für die Kartoffel liegen die Verhältnisse günstiger. Als Gründüngung kommt in erster Linie die Lupine in Frage. Der Anbau von Hafer dürfte nicht befriedigen. Nach der Notwendigkeit ihres Bedarfes geordnet nehmen die Dünger folgende Stellung ein: Stallmist(bzw. Stickstoff), kohlensaurer Kalk, Thomasmehl, Kali.
Bodeneinschlag 500 m östlich Kleinmantel, bei der Feldscheune
A;: 25—30 cm, schwarzer, stark humoser, anlehmiger Sand, locker krümelnd, kalkfrei, mit kleinen Steinchen.
A;: 50—60 cm, teilweise etwas stärker humoser Sand, mit kleinen Steinchen und verwitterten Geschieben, ganz durchwurzelt, ziemlich scharf abgesetzt
n B: a nttelgrober Sand, von rötlichgelber Farbe, mit kiesigen Einlagerungen und größeren Geschieben, kalkfrei, Reste alter Baumwurzeln, Struktur günstig.
Der gleiche Stand von hellgrauer Farbe.
Es handelt sich hier um einen ausgesprochenen Kartoffelboden, für Roggen ist zwar der Durchwurzelungsraum günstig, jedoch ist der Boden feucht und es besteht die Gefahr des Auswinterns, so daß man in Hafer eher sichere Ernten machen wird. Der Boden eignet sich ferner für Futterrüben und Gemenge, für Gerste nicht. Es sind Versuche mit Seradella gemacht worden, die jedoch fehlgeschlagen sind. Die Talsande niederer Stufe wurden nördlich und südlich der Straße Königsberg-Rehdorf(südlich des Vorwerks Favorit) bodenkundlich und landwirtschaftlich näher erkundet. Die im folgenden mitgeteilten Ergebnisse der Bodeneinschläge zeigen, wie verschiedenartig auch diese geologische Bildung bodenkundlich sein kann. In einem