nur geschichtete Bildungen, Sand, Kies und Tonmergel. Die erste Eiszeit ist durch ausgedehnte Grundmoränenbildungen vertreten, und in ‚der zwischen ihr und der zweiten Eiszeit liegenden Zwischeneiszeit sind ver
mutlich die mächtigen Kiese abgelagert worden, die im Südwesten des.%
Blattes unter der Forst Hohenbocka große Flächen einnehmen. Danach können wir die diluvialen Bildungen unseres Blattes in folgender Weise gliedern:;; Ablag. der Ill. Eiszeit: Niederungsbildungen, Talsand. II. Zwischeneiszeit: nicht beobachtet. Sand und Kies „ IM. Eiszeit: Hochflächenbildungen© Tonmergel . Endmoränenwälle. I. Zwischeneiszeit: Hochflächenbildungen, Kies. I. Eiszeit: Hochflächenbildungen, Geschiebelehm.
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Die Bildungen der ersten Eiszeit
Die Grundmoräne der ältesten Eiszeit, der Geschiebemergel, ist in seinem. ursprünglichen Zustande ein kalkhaltiger, an Sand, Kies und Geschieben reicher Ton, der keine Schichtung besitzt und dessen einzelne sehr verschiedenartige Bestandteile vollständig regellos ‚angeordnet sind. Er findet sich in flächenhafter Verbreitung im Gebiet der Grube Erika, wo er.bis 18 m Mächtigkeit erreicht, zwischen Lauta und dem Koschenberge, in der Umgebung von Schwarzkollm und bei Hohenbocka . Die größte beobachtete Mächtigkeit beträgt 19,6 bezw. 26,8 m und wurde in einer Bohrung‘ südlich von Torno angetroffen, die folgendes Profil lieferte:
0—27,2 m grauer, kiesiger Sand, von 21,9 m Tiefe ab‘ schwach kalkhaltig 27,2—32,0„ dunkler Tonmergel
32,0- 39,2„ sandiger Tonmergel, vielleicht steinarmer Geschiebemergel
839,2 58,8„ grauer Geschiebemergel
58,8—80,0» grauer Mergelsand.
Dies ist(die einzige Stelle des Blattes, an welcher die Grundmoräne kalkhaltig, als Geschiebe mer gel, angetroffen wurde. Überall wurde im übrigen eine vollkommene Entkalkung, eine Umwandlung in Geschiebelehm, beobachtet, selbst da, wo, wie im Tagebau Erika, die Grundmoräne 18 m müöchtig aufgeschlossen ist. Daß diese Grundmoräne ursprünglich kalkhaltig war, wird bewiesen durch die große Menge von Feuerstein, der in ihr enthalten ist und auf die Zerstörung und Aufnahme großer Massen von Kreidegesteinen hinweist. Unter den Tausenden von Geschieben, die im Tagebau Erika beim Abbaggern der gewaltigen Geschiebemergelwand die erste Baggersohle bedeckten, fand sich neben einem kieseligen Verwitterungsrückstand eines Orthocerenkalkes ein einziges. Kalkgeschiebe, bestehend aus obersilurischem_Beyrichienkalk, aber nirgends ein Kalkgehalt der Grundmoräne selbst. Schwierigkeiten bereitet die Frage, wohin der ausgelaugte Kalk geraten ist, denn nirgends auf dem Blatte ist in jüngeren Bildungen ein Kalkgehalt beobachtet; auch in die Tiefe ist er nicht gewandert, denn die unter dem‘Geschiebelehm liegenden Bildungen sind sämtlich kalkfrei.
Der /Geschiebemergel ‚enthält sehr viel Tertiärmaterial, Kohlenletten und Braunkohle und ist infolgedessen von dunkler Farbe. Aus den‘