Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 5 [Neue Nr. 4050] (1923) Straupitz / bearb. durch F. Kaunhowen
Entstehung
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Blatt Straupitz

Oberflächengestalt und Gewässer des Blattes

Das Blatt Straupitz (Gradabteilung 59, Nr. 5) umfaßt von dem Kreise Lübben den zwischen 51° 54 und 52° nördlicher Breite, sowie 31° 40 und 30° 50 östlicher Länge liegenden Teil.

Orographisch gehört es dem nördlichen Ufergebiete des Oberspree­waldes an, der mit breiter Fläche in den südlichen Teil des Blattes hinein­reicht. Wie bereits im allgemeinen Teile gesagt wurde, durchziehen die westlichen Bogenstücke der gewaltigen Lieberoser(östliches Nachbarblatt Lieberose ) Endmoräne, welche sich im Süden des Schwielow-Sees erstreckt, das Blatt und bedingen die jetzigen Oberflächenverhältnisse seines fest­Jändischen Teiles. Ein steter Wechsel von zugartig angeordnetem, stark bewegtem Hügelgelände und meist tischplatten Flächen unterscheidet den breiten, annähernd Südost-Nordwest sich erstreckenden Mittelteil des Blattes von dem flachen, der Hauptsache nach von der Spreewald­Niederung eingenommenen Süden und dem ebenen, nur von einer flachen Talfurche durchzogenen Sandgebiete im Nordosten und Norden. Das Hügelgelände gehört den verschiedenen Staffeln der oben genannten Lieberoser Endmoränen an, die ebenen Sandflächen davor sind die Sander der eınzelnen Staffeln.

Abgesehen vom Spreewald, der eine große Anzahl Wasseradern enthält"teils Spreearme, teils natürliche und künstliche Kanäle, ist die übrige Fläche des Blattes arm an fließenden Gewässern. Ein ständig wasserführendes Bachtal ist nur im östlichen Teile des Blattes vorhanden; es ist das an Waldow vorbei zum Nordrande gehende Fließ, das bei Laasow durch die Vereinigung des Abflusses des Dutzend-Sees mit dem­jenigen des Byhlener Sees(östliches Nachbarblatt Lieberose ) entsteht und sich ein gut ausgebildetes Tal geschaffen hat.

Über die Seen des Blattes wird in einem besonderen Abschnitt(am Schlusse) berichtet.