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Grad-Abtheilung 27, Blatt 56 [Neue Nr. 2941] (1922) Rossow / bearb. durch C. Gagel ..
Entstehung
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Blatt Rossow

Der Sand- und Kiesboden

Wohl der größte Teil der vorliegenden Lieferung wird von Sand­(bzw. teilweise von Kies-)boden bedeckt; ist es doch ein typisch mär­kisches Gebiet. Nur auf den Blättern Schmolde und Meyenburg tritt, wie schon erwähnt, Lehmboden, auf Freyenstein Tonboden in etwas größerer Ver­breitung auf. Dieser Sand-(und Kies-)boden gehört nun ebenfalls fast ausnahmslos zum Oberen und zum Taldiluvium und trägt die ‚geognostischen

: d Öös 0 0..; Zeichen 0s, 0as, 0) a De ög und ÖGI, nur in ganz geringer Ver­

breitung kommen die durch Umlagerung daraus entstandenen alluvialen und Dünensande(as und D) vor.

Bodenkundlich tragen diese Böden die Einschreibungen S20, GS S 20, SGS 20, SGG- 20 und sind natürlich stets sehr minderwertig gegenüber auch den geringsten Lehmböden, da sie nicht nur an sich sehr viel nährstoffärmer sind, sondern auch fast in dem ganzen Gebiet der völlig durchlässige Sanduntergrund sehr mächtig ist und bei dem sehr tief liegenden Grundwasserstand die dem Boden durch Regen und Schnee mitgeteilte Feuchtigkeit so sehr schnell und vollständig versickern bzw. austrocknen läßt. Nur an den Stellen, wo aus örtlichen Gründen der Grundwasserstand höher ist, oder wo im Untergrunde undurchlässige

0 0 das 0 1 U Ze DE Me) mit den boden­

Lehm- und Tonschichten auftreten( kundlichen Einschreibungen:. S 612- SLS 520 SLS 37 S 38 SL? SL? SLSL 08 GTT 47 : Ss KGT ist der Sandboden von g ünstigerer Beschaffenheit.

Hier, wo das eingedrungene Regen- und Schneewasser festgehalten wird und einige Nährstoffreserven im Untergrund vorhanden sind, bildet auch der Sand einen etwas besseren, zuverlässigeren und ertragreicheren, zum Teil sogar einen ziemlich guten Boden. An den übrigen Stellen ist der Sandboden meistens von so großer Trockenheit, daß eine ge­winnbringende Ackerwirtschaft kaum möglich ist, und er in forstwirt­schaftlicher Hinsicht im wesentlichen auch nur für Kiefern in Frage kommt.|

Außerdem ist der Sandboden im allgemeinen desto schlechter, je fein­körniger er ist; in den grobkörnigen, mehr grandigen Gegenden ist im allgemeinen der Gehalt an nährstoffreichen Silikatgesteinen, die dureh die Verwitterung sowohl unmittelbar Pflanzennährstoffe abgeben, als auch tonige Substanzen liefern, durch die der Boden etwas bindiger und mehr wasserhaltend wird, erheblich größer; manchmal findet es sich, daß ein­gelagerte kleine Grandschichten und-Nester durch die Verwitterung in einen ziemlich zähen Lehm verwandelt wurden und so den Boden wesent­lich verbesserten; auch sind streckenweise richtige Geschiebelehmbänkchen