Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 26, Blatt 48 [Neue Nr. 2739] (1922) Schmolde / bearb. durch C. Gagel ..
Entstehung
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Blatt Schmolde

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dieser Eisstillstandslage ausgespülten und über das Voriand flach aus­gebreiteten und nach Süden bzw. Westen geneigten Sandmassen. ent­wickelt sich auf Blatt Freyenstein ,(Babitz) und Rossow der breite, völlig ebene Talboden des diluvialen Dossetales, in dem diese Schmelz­wassermassen der südlichen baltischen Endmoräne sich sammelten und ihren Abfluß nach Süden, zu dem großen Urstromtal der unteren Elbe nehmen.

Dieses. diluviale Dossetal mit seinem breiten, ganz ebenen"Talboden ist auf der Karte durch die lebhaft grüne Farbe,‚hervorgehoben; es scheint nicht immer den Lauf eines breiten mächtigen Gletscherstromes darge­stellt zu haben; die in ihm sich sammelnden Schmelzwassermassen sind offenbar zeitweilig völlig in Ruhe und Stillstand geraten und es haben sich dann aus ihnen nicht. feine Talsande, sondern sehr charakteristische, fette, zum Teil schön geschichtete und gebänderte Tone niedergeschlagen wie auf Blatt Freyenstein und bei Wittstock , Ältere Bildungen als jung­diluviale sind im Gebiete dieser Lieferung oberflächlich gar nicht vor-. handen, und nur in einzelnen Bohrungen bzw. tiefen Gruben auf Blatt Schmolde sind in allergeringstem Umfang. Spuren tertiärer Ablagerungen gefunden worden. Fast das ganze Gebiet der vorliegenden Lieferung 252 hat ‚entsprechend der Aufnahmezeit nach 1918 wegen der wirt­schaftlichen Schwierigkeiten ohne Bohrarbeiter aufgenommen wer­den müssen nur mit dem noch nicht 1m langen Handbohrstock. Die Genauigkeit und Tragweite der Angaben über die die Länge des Hand­bohrstocks überschreitenden Untergrundtiefen ergibt sich' aus dieser durch die höhere Gewalt der Verhältnisse bedingten Tatsache.