I. Die allgemeinen geologischen Verhältnisse des Blattes
Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß Blatt Schmolde von einer „sehr breiten und mächtigen, wenn auch topographisch sehr wenig scharf abgesetzten und begrenzten Endmoränebildung durchzogen wird, die die Fortsetzung der westlich gelegenen mächtigen Moräne der Ruhner Berge bildet und zu den Endmoränen im SO bei Wittstock überleitet. Die Oberflächenformen des Blattes sind allerdings alle so breit und flach abgeböscht, daß von den sonst für Endmoränen so charakteristischen, scharf _abgesetzten Wällen, Hügeln‘ und Kuppen hier nichts zu sehen ist und nur“ die massige, hohe Erhebung des Höhenrückens bis zu. 153 m' und, die trotz aller Kulturarbeiten noch immer auffallend massenhafte Bestreuung mit großen Geschieben, die bei jedem"Tiefpflügen und jeder Grabenanlage immer wieder in ungezählten Massen zutage kommen, beweisen — neben der topographischen Verbindung der Ruhner Berge mit den Endmoränenkuppen auf Blatt Wittstock — die. Endmoränennatur der auf ” Blatt Schmolde vorhandenen Bildungen.
An zahlreichen Stellen zeigen gelegentliche kleine Aufschlüsse, daß hier vielfach ein außerordentlich steinreicher Moränenschutt vorhanden ist, den man kaum als Geschiebepackung, aber auch nicht als Geschiebelehm oder Geschiebemergel bezeichnen kann, sondern der so ziemlich auf der Grenze dieser Bildungen steht. Derartige Aufschlüsse waren 1919 z. B. auf der Höhe Cöte 116,9 südlich‘'Giesenhagen, aber auch in‘der Umgegend von Rapshagen mehrfach zu beobachten. Was für ungeheure Massen von Geschieben auch in dem„normalen‘“ Geschiebemergel dieses Gebietes stecken, zeigen nicht nur die trotz allen Abtransportes immer noch sehr erheblichen Geschiebemengen an den. Wegen, Schlaggrenzen, Gutsgrenzen usw.— ein ungewöhnlich großes Geschiebe von> 4-3.>1,7m Dimensionen liegt oder lag früher in den Stepenitzwiesen nördlich von Penzlin , ‚wie tief es‘in der Erde steckte, war seinerzeit nicht. festzustellen!— sondern zeigte sich auch. vor‘allen Dingen z. B. bei der Räumung des den Oberlauf des Kümmernitzbaches bei Gerdshagen bildenden Grabens im Jahre 1912, wo eine vollständige Mustersammlung sämtlicher kristallinen skandinavischen Geschiebe(einschließlich der so ‚seltenen Geschiebe des Kristianiagebiets) zutage kam. Auf Rapshagen ist Anfang des Jahrhunderts eine eigene Feldbahn zum Abtransport der Geschiebe gebaut, und trotzdem sind inzwischen schon wieder so viele Geschiebe zutage gekommen, daß die Gegend jetzt noch auffallend geschiebereich ist.;
Es ist bei den sehr verschlungenen‘Grenzen von Geschiebemergel u Geschiebesand bzw. bei der stellenweise kaum möglichen Abgrenzung