Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 34 [Neue Nr. 4549] (1927) Ruhland / geologisch und agronomisch bearb. durch P. Assmann
Entstehung
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12 EBlatt Ruhland

hangendsten Kohleflözchen eine Wechsellagerung von Glimmersanden und dunkelgrauen Braunkohlenletten, die man vielleicht als die dortigen Vertreter derhangenden Glimmersande anzusehenhat.

3. Das Dilurium

Am Aufbau des Diluviums sind nach Auffassung von Keilhack

Ablagerungen von drei Eiszeiten und vielleicht auch solche der älteren Zwischeneiszeit beteiligt. Während der beiden ersten Eiszeiten hat das Eis Blatt Ruhland bedeckt, zur dritten Eiszeit stieß das Eis nur bis zum nördlich sich anschließenden Blatt Klettwitz vor. Dagegen haben. die Eisschmelzwässer ausgedehnte Ablagerungen von Sand im Urstromtal hinterlassen, die auf der Karte in grüner oder in gelb­licher. Farbe ‚mit Sandersignatur dargestellt sind. Die Bildungen der zweiten Eiszeit sind auf dem südöstlichen Teile des Blattes Ruhland zu finden, wo sie größtenteils als Plateau- und Beckensande die dortige Hochfläche zusammensetzen. In der zweiten Eiszeit entstand auch der kleine Endmoränenzug, der in: ost-westlicher Richtung das dortige Gelände durchzieht; zu ihm gehören die Höhen bei Guteborn, an der großen Glassandgrube, sowie der Weinberg. Die Schichten der ältesten Eiszeit sind nur in Grubenaufschlüssen. zu beobachten. Sie bestehen meist nur aus. einer ziemlich mächtigen Grundmoräne,- die aber nicht selten zerstört und nur. noch als Blockpackung über den Schichten. der Braunkohlenformation erhalten ist. Man kann die dilu­vialen Schichten von Blatt Ruhland folgendermaßen gliedern:

Ablagerungen der dritten Eiszeit: Sanderbildungen, Talsande und Talkiese. des Urstromtals.

Grundmoränen, der tonige Feinsande,+ Hoch­Ablagerungen der zweiten Eiszeit: Sande und Kiese , flächen, Endmoränen , Becken- und Talsande.

Ablagerungen der ersten Zwischeneiszeit: einheimische Kiese, Sande,

Ablagerungen der ersten Eiszeit: Grundmoränen, Blocksohlen.

a) Die Bildungen Yer ersten Eiszeit Die Grundmoräne der ersten Eiszeit, der Geschiebemergel(5m), ist in ihrem ursprünglichen Zustande eine völlig ungeschichtete, tonig­sandige, kalkige, graublau gefärbte Masse, die eine große Menge an Ge­schieben, vom großen Sandkorn bis zum"metergroßen Block, enthält. In unverwittertem Zustand ist sie in der hiesigen Gegend nicht änchr anzu­treffen. Vor allem hat eine vollständige Entkalkung ‚stattgefunden.