Die Grundwasserverhältnisse des Blattes
Bei der Betrachtung der Grundwasserverhältnisse von Blatt Ruhland muß man unterscheiden:-.
a) die Grundwasserverhältnisse im Urstromtal, De; auf der diluvialen. Hochfläche.
a) Die Grundwasserverhältnisse im Urstromtal
Vor dem Beginf! des Braunkohlenbergbaues in der hiesigen Gegend waren die Sande des Urstromtals von einem Grundwasserstrom durchflossen, der sich von Ost-Nordost nach Süd-Südwest bewegte. Der Grundwasserstand war allenthalben sehr hoch und lag im Gebiet des alluvialen Elstertales unmittelbar unter der Erdoberfläche, in den vom Fluß. entfernter gelegenen Teilen des Urstromtales etwas unter dem Niveau der alluvialen Niederungen. Durch den Braunkohlenbergbau ist nun auf dem nördlichen Teile des Blattes eine starke Absenkung des Grundwasserspiegels. erfolgt. Ueber die Ausdehnung dieser Absenkung liegen keine genauen Daten vor, nur einzelne Beobachtungen lassen sich anführen. Das Wasser des in der Nähe der Brikettfabrik der Grube Viktoria III gelegenen Skyroteiches verschwand. Torf und Moorerde in den Niederungen östlich Zschornegosda trockneten aus und wurden bei gelegentlichen Wiesenbränden zu Asche verwandelt. Selbst auf dem linken Ufer der Schwarzen Elster wurden bei Biehlen trockene Torfe festgestellt, ein Beweis dafür, daß der um die Gruben :Marga und Viktoria II vorhandene Absenkungstrichter des Grundwassers nicht nur auf dem nördlichen, sondern auch auf dem südlichen Ufer der Elster wirksam. ist, ohne indessen den kanalisierten. Fluß in merklicher Weise zu beeinflussen.
b) Die Grundwasserverhältnisse auf der diluvialen Hochfläche