Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 59, Blatt 34 [Neue Nr. 4549] (1927) Ruhland / geologisch und agronomisch bearb. durch P. Assmann
Entstehung
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Die Grundwasserverhältnisse des Blattes

Bei der Betrachtung der Grundwasserverhältnisse von Blatt Ruh­land muß man unterscheiden:-.

a) die Grundwasserverhältnisse im Urstromtal, De; auf der diluvialen. Hochfläche.

a) Die Grundwasserverhältnisse im Urstromtal

Vor dem Beginf! des Braunkohlenbergbaues in der hiesigen Gegend waren die Sande des Urstromtals von einem Grundwasserstrom durch­flossen, der sich von Ost-Nordost nach Süd-Südwest bewegte. Der Grundwasserstand war allenthalben sehr hoch und lag im Gebiet des alluvialen Elstertales unmittelbar unter der Erdoberfläche, in den vom Fluß. entfernter gelegenen Teilen des Urstromtales etwas unter dem Niveau der alluvialen Niederungen. Durch den Braunkohlenbergbau ist nun auf dem nördlichen Teile des Blattes eine starke Absenkung des Grundwasserspiegels. erfolgt. Ueber die Ausdehnung dieser Ab­senkung liegen keine genauen Daten vor, nur einzelne Beobachtungen lassen sich anführen. Das Wasser des in der Nähe der Brikettfabrik der Grube Viktoria III gelegenen Skyroteiches verschwand. Torf und Moorerde in den Niederungen östlich Zschornegosda trockneten aus und wurden bei gelegentlichen Wiesenbränden zu Asche verwandelt. Selbst auf dem linken Ufer der Schwarzen Elster wurden bei Biehlen trockene Torfe festgestellt, ein Beweis dafür, daß der um die Gruben :Marga und Viktoria II vorhandene Absenkungstrichter des Grund­wassers nicht nur auf dem nördlichen, sondern auch auf dem südlichen Ufer der Elster wirksam. ist, ohne indessen den kanalisierten. Fluß in merklicher Weise zu beeinflussen.

b) Die Grundwasserverhältnisse auf der ­diluvialen Hochfläche

Die diluviale Hochfläche empfängt ihre Wasserzuflüsse aus dem Einzugsgebiet, das die gesamte Hochfläche bis zu den Lautawerken auf Blatt Hohenbocka umfaßt. Im Diluvium kann man hier zwei Grund­:wasserhorizonte unterscheiden:;

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