Land- und forstwirtschaftlicher Teil 37
ausgesprochene Roggen-Kartoffelböden, auf denen in extensiven Betrieben zum Teil noch Buchweizen- und Knörich(spergula pentandra) gebaut werden.
Nach der Bonitierung der sechziger. Jahre liegen die meisten Aecker des Kreises: Liebenwerda in Bodenklasse VII. Dann folgen VI und VHL*)
Klasse I ist bezeichnet als:|
Milder humoser. Lehm von mindestens‘ 40 cm Tiefe, gegen Ueberschwemmung gesichert und nicht unter‘ Druckwasser leidend:(Elbschlick in der Elbaue).
Klasse II: Wie Klasse I, nur 21 cm humoser Boden bei sonst fehlerfreier Lage(Elbschlick in der Elbaue).
Klasse IN:.
Strenger Lehmboden auf undurchlässigem Untergrund, Ackerkrume 21 cm, schwer zu bearbeiten, häufig unter Nässe leidend(in der Elbaue bei‘Koetten , Blumberg, Strehla ).
Klasse IV:
Sandiger Lehmboden, Krume 16—21. cm tief, auf durchlässigem Untergrund, Roggen-Kartoffelboden.(Z. B. bei Lehndorf, Groß. Kmehlen).;
Klasse V:;
Lehmiger Sandboden, Krume 16—21 cm, mit undurchlässigem kaltgründigen Untergrund, Roggen-Haferboden. Für Klee nicht mehr sicher.(Hierher gehören die Zwiebelböden bei Merzdorf und Seiffertsmühl).
Klasse Vla:
Lehmiger Sandboden, humos, auf kaltem Schluffsand liegend, wodurch der Boden versäuert und naßkalt wird. Krume 13 cm, Roggenund Buchweizenboden.
Klasse VIb:
Sandboden mit geringem Lehmgehalt und noch lehmigem Untergrund, dem zuweilen Moor oder Kies beigemischt ist. Buchweizenboden.
Klasse VII:
Sandboden. mit 8—13 cm Krume, sandiger Untergrund, leicht zu bearbeiten, sehr trocken. Roggenboden.(Tal- und Höhen-Sande).
Klasse VIII: Sandige bis kiesige Böden mit Sand- oder Kies-Untergrund, neunjähriges Roggenland(Endmoräne).
”*) Die unter(3) gegebenen Zahlen einer neueren Bonitierung zeigen, daß die Böden jetzt etwas günstiger beurteilt werden wie damals; den größten Flächeninhalt hat jetzt Klasse VI