Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 46, Blatt 57 [Neue Nr. 3954] (1929) Wellmitz / bearb. durch F. Schucht
Entstehung
Seite
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20 Blatt Wellmitz

Bezeichnend für ihn ist, daß in ihm Körner und Geschiebe aller Größen innig vermischt vorkommen, also vom nordischen Wander­block bis hinab zum feinsten Staub und Ton. Sein Steingehalt ist ein großer, so daß ein Ablesen der Steine meist notwendig ist.

Wenn man alle in der Umgebung der Kartenlieferung ausge­führten Analysen des Oberen Geschiebemergels überblickt, so ergibt sich für diesen und sein Bodenprofil folgendes Bild der Körnung:

Kies Sand über 2mn

Bodenkundl. Bezeichnungen

Zahl der Analysen

a I 1|} 2 bis 1 bis| 0,5 bis| 0,2 bis 1 mm.|0,5 mm 0,2 mm| 0,1 mm

Ackerkrume SL-LS HLS

Untergrund L-SL

Tieferer M-SM

Untergrund

Über die chemische Natur der Lehmböden und ihres Unter­grundes ist folgendes zu sagen:

Der Kalkgehalt des Oberen Geschiebemergels der Mark Brandenburg beträgt durchschnittlich etwa neun bis zehn Hundert­stel des Feinbodens unter 2 mm. Die Menge des kohlensauren Kalkes schwankt zwar zwischen den Grenzwerten von 4und25%, bewegt sich aber zümeist zwischen viel engeren Grenzen. So ergab sich aus zahl­reichen Analysen der weiteren Umgebung unserer Kartenlieferung zu 3,916,2 0%, im Mittel zu 89%. Große Abweichungen von diesem Durchschnitt sind durch Verwitterungsvorgänge entstanden, indem die oberflächlichste Schicht entkalkt wurde. Die. Entkalkung geht meist etwa bis 111% m tief, und hat in einzelnen Fällen, namentlich in trockenen Lagen, zur Wiederabscheidung des Kalkes im Untergrunde geführt. Das verbreitetste Bodenprofil des Geschiebemergels lautet:

HLS 1 SL 515 SM.

%

Dort, wo durch Pflug oder Abschwemmung die oberste Krume hin­weggeführt wurde, fehlen die lehmigen Sande und der sandige Lehm lagert unmittelbar an der Oberfläche.