Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 46, Blatt 57 [Neue Nr. 3954] (1929) Wellmitz / bearb. durch F. Schucht
Entstehung
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Land- und forstwirtschaftlicher Beitrag 33

° Zur Minderung der Waldbrandgefahr, die infolge des regen Besuches der Gubener Stadtforst durch das Publikum besonders groß ist, werden Unterbrechungen besonders gefährdeter gleich­altriger Bestände in der Weise vorgenommen, daß an einzelnen nur irgend dazu geeigneten Stellen überalternde Altholzbestände nicht im Kahlschlagbetriebe mit nachfolgender Pflanzung behandelt, sondern auf etwa die Hälfte der Masse durchhauen und dann mit Laubhölzern, wie Buche, Eiche oder Weißerle unterbaut werden. Von der Forleulenkalamität im Jahre 1923 ist der vorliegende Revier­teil verschont geblieben.

In der Südostecke des Blattes Guben weisen die Kiefernbestände auf den frischeren Talsandböden bessere Wuchsformen auf. In den besten Lagen findet sich Buche im Unterbau oder horstweise ein­gesprengt. Eiche kommt stammweise vor.

Mehr oder minder geringwüchsige Kiefernbestände tragen auch die übrigen forstlich genutzten Flächen im Bereich der Lieferung. Die Partien, welche auf Grund frischerer Lage und Lehm im Unter­grunde Mischbestände zeigen, treten flächenmäßig zu sehr zurück, um hier eingehender behandelt zu werden.