Teil eines Werkes 
1983 = [Neue Nr. 3653] (1929) Frankfurt a.d. Oder / geolog. und agronom. bearb. durch K. Keilhack ...
Entstehung
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Blatt Frankfurt a. O.

Basalttuff, nicht selten. Bernstein, selten. Septarien des Septarientones, selten. Stettiner Gestein, selten. Brauneisensteingeoden(Eisennieren), häufig.(Diese Gebilde können aber auch aus. eisenschüssigem Sandstein des Jura oder der Kreide herstammen.) Braunkohlenquarzit, nicht selten. Verkieselte Hölzer, häufig. Vollkommen gerundete Kiesel, nicht selten(aus zerstörten Miozänschichten stammend). Braunkohlenholz, nicht selten. 10. Geschiebe aus dem Diluvium

Verkieselter Süßwasserkalk(interglazial) mit Konchylien, sehr selten(1 Block).

Ferner finden sich-in den glazialen Sanden nicht selten Reste vom Mammut(E/ephas primigenius) und zwar vor allem Backzähne und Teile vom Stoßzahn. Fundpunkte sind: Kiesgrube beim Kleistturm, Kiesgrube in Tzschetzschnow, die sogenannten Schwedenschanzen am Langen Grunde und die Kaiserstraße in Frankfurt ; schließlich Reste vom Pferd, sowie lose Schalen von Paludina.

(Das Belegmaterial befindet sich hauptsächlich im Museum. des Natur­wissenschaftlichen Vereins, auch in den Privatsammlungen des Prof. Dr. ROEDEL und des Rechnungsrates BREITER).

Der jüngere Tonmergel(Oh) ist auf ein kleines Becken beschränkt, das sich östlich von Kunersdorf in die Hochfläche einsenkt. Der Ton dieses Beckens ist durch die große Grube der GEBAUERschen Ziegelei vortrefflich aufgeschlossen. Es lagert hier ein außerordentlich feingeschichteter, kalk­haltiger Bänderton in einer Mächtigkeit von etwa 6 m. Die Schichtung verläuft in ihm nicht überall horizontal, sondern läßt an einer Anzahl von Stellen einen flachen, bis zu 20° geneigten Sattel erkennen, in dem die Schichten nach oben hin abgeschnitten sind. An einer Stelle ließ sich eine etwa Im mächtige Partie im Ton erkennen, in der die Schichtung fehlt, und wo zugleich kleine fetzenartige Partien von Grundmoränenmaterial im Ton lagern.

Die ganze Tonmasse setzt sich zusammen aus abwechselnden helleren, stärkeren und dunkleren, schwächeren Schichten von schwankender Mächtig-* keit. Die helleren, stärkeren Schichten bestehen aus. einem an Staub etwas reicheren Ton, dessen mechanische Zusammensetzung die erste der unten angeführten Analysen zeigt. Dagegen führen die weniger mächtigen dunkleren Schichten einen fetten Ton mit zahlreichen kleinen Kalkkonkretionen, dessen Reichtum an feinsten tonigen Teilen aus der zweiten mechanischen Analyse hervorgeht:

Sand Tonhaltige Teile von 0,50,05 mm Staub Feinstes 0,050,01 mm unter 0,01 mm

Magerer Ton

Fetter Ton