Die bergbaulichen‘ Verhältnisse des Blattes 39
Farbe dieses Minerals ist bräunlichgelb gleich der des Bernsteines; tritt es in pulverförmigem Zustande auf, so ist die Farbe mehr gelblichweiß. Höchstwahrscheinlich liegt hier Retinit vor, der sehr häufig in Braunkohlenflözen auftritt.
Die Kohlen der liegenden Partie zeichnen sich durch ihre pechschwarze Farbe, einen fettglänzenden, ebenen Bruch und durch ihre mulmige Beschaffenheit aus. Bituminöses Holz wurde kaum in diesen Flözen beobachtet.
Heute findet auf Bl. Frankfurt Bergbau nirgends mehr statt.
Lagerung. Die Lagerung der Braunkohlen bei Frankfurt scheint auf den ersten Blick unregelmäßig und zusammenhanglos zu sein, bei näherer Untersuchung ergibt sich aber, daß wir eine Reihe annähernd parallel streichender Mulden und Sättel vor uns haben, die zum Teil überkippt sind.|
Wir unterscheiden in unserem Gebiet von S nach N folgende Flözzüge; . Grube Auguste,
Hermann, Hr
Körner und westliche Fortsetzung(Große Vorsicht),
. Eine Spezialmulde,
. Grube Armin,
Muth.
1. Grube Auguste:
Das Fundbohrloch der Grube lag 300 Schritt entfernt von der Schmiede des Dorfes Nuhnen, woselbst: man im Jahre 1842 in einem auf einem Bohrloch abgeteuften Schachte folgendes Profil durchsank:
Kohle und Formsand 8 Fuß 4 Zoll 6
Syn
Flöz I
Formsand
== Flöz: JI Sand und Ton
= FIöz IM
35 Fuß 4 Zoll
Außer in diesem Fundschacht Hermann(nicht zu verwechseln mit der nordöstlich gelegenen Grube Hermann) wies man noch in dem südöstlich hiervon niedergebrachten Schacht Marie die drei Flöze der FormsandGruppe nach. Wie die weiteren. Aufschlußarbeiten ergaben, hatte man den Nordflügel einer Mulde angetroffen, in der die Flöze mit 10—15° nach S einfielen. Der Nordflügel besaß auf längere Erstreckung ein Streichen in hora 6, nach W wendete sich das Streichen ziemlich schnell aus hora 6 in hora 4, 2 und 12 um, und zugleich war das Einfallen nach SO und O gerichtet. Bei dem Südflügel der Mulde konnte nur das dritte Flöz auf kurze Entfernung nachgewiesen werden, die beiden anderen waren durch eine breite Auswaschungskluft unterbrochen, die mit grobem Kies und Geschieben angefüllt war.
Nördlich von dieser Mulde teufte man den Otto-Schacht ab, der vier Kohlenflöze durchsank, die hora 6 streichend ein südliches Einfallen von 10—15° besaßen. Die Anzahl der Flöze, ihre zum Teil geringe Mächtigkeit, die Beschaffenheit der Zwischenmittel, die aus glimmerfreien Quarz