Teil eines Werkes 
1837 = [Neue Nr. 3446] (1937) Berlin-Nord : [geologische Karte] / geolog. und agronom. für die 2. Aufl. bearb. durch C. Dietz ; unter Benutzung der Aufnahme von G. Berendt vom Jahre 1881/82 für die bebauten Gebiete
Entstehung
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Barnim-Hochfläche 17

ausgefüllt, seine Sohle liegt bei 56 m NN. Das Tal enthält keine Quellen, sieht man von einigen mit Wasser gefüllten Söllen ab, so ist es ein ausgesprochenes Trockental. Das östliche Tal ist mit kalk­haltigen, moorigen Bildungen verlandet. Wahrscheinlich treten außer der Wuhlequelle noch mehrere. Quellen in der Niederung auf, die aus dem kalkhaltigen Geschiebemergel fließen.

Bei Eiche stößt aus dem NW ein neues Tal an die Wuhle. Es beginnt als Rinne im Hechtgraben bei Wartenberg und teilt sich bei Falkenberg. Das nördliche Tal ist zunächst mit Beckensand angefüllt, an der Bahn nach Wriezen hört es auf und geht als schwache mit Oberem Sand ausgekleidete Geländesenke weiter. In der Fortsetzung beginnt ein neues Tal, das bis zur Wuhle weiterläuft. Die Sohle des südlichen Tales liegt bei Falkenberg in 54 m NN. Durch den Oszug wird das Tal stark eingeengt, dann verbreitert es sich zwischen der Ersten und der Zweiten Kohlbecke, die Talsohle sinkt hier auf 53 m NN ab.

Das letzte Beckengebiet im Bereich der Wuhlerinne liegt nördlich Marzahn. Es zieht sich vom Falkenberger Os in östlicher Richtung nach Neu-Ahrensfelde und ist durch Dünen stark verweht, so daß der eigent­liche Talcharakter nur in kleinen Teilstücken zu erkennen ist. Die Tal­sohle liegt bei 52,6 m NN. Aus der Höhenlage der Becken im Bereich der Wuhlerinne kann man die allmähliche Abdachung der Grundmoräne nach S erkennen.

Die Hauptrinne des Wuhletales wird nach der Einmündung der Nebenrinnen von Hönow nur etwas breiter, sie ist steilrandig und tief in die Hochfläche eingeschnitten. Auch beim Eintritt in das Spreetal verbreitert sich der Wuhlelauf nicht. Hieraus ist zu folgern, daß dieses Tal nicht aus eigener Kraft durch Erosion entstanden ist, sondern es ist ein Tal, das bereits im Diluvium angelegt wurde und den Tage­wässern heute als Abfluß dient.

Östlich Friedrichsfelde kommt nach kurzem Lauf ein Tälchen von der Hochfläche, es schüttet einen relativ großen Schuttkegel in die Spreeniederung.

Von dem Falkenberger Os verläuft eine mit Beckensand angefüllte breite Rinne in südlicher Richtung zum Zentral-Friedhof. Südlich der unterirdischen Wasserleitung wird das Tal durch eine nordwest­südöstlich gerichtete Düne in seiner ganzen Breite abgeriegelt. Als schmale Rinne verläuft das Tal westlich des Zentral-Friedhofes weiter bis zum Spreetal.

Zwischen Hohenschönhausen, Lichtenberg und Weißensee sind aus­gedehnte Becken auf der Hochfläche vorhanden, sie haben ‚unter­einander nur selten Zusammenhang. So zieht sich ein Becken von Hohenschönhausen zum Orankesee und hat durch diesen Verbindung mit einem anderen Becken, das nach S bis an die Ringbahn geht. Ferner sind Becken in Wilhelmsberg, in Lichtenberg, an der Gasanstalt in der

Blatt Berlin-Nord 2