Barnim-Hochfläche 17
ausgefüllt, seine Sohle liegt bei 56 m NN. Das Tal enthält keine Quellen, sieht man von einigen mit Wasser gefüllten Söllen ab, so ist es ein ausgesprochenes Trockental. Das östliche Tal ist mit kalkhaltigen, moorigen Bildungen verlandet. Wahrscheinlich treten außer der Wuhlequelle noch mehrere. Quellen in der Niederung auf, die aus dem kalkhaltigen Geschiebemergel fließen.
Bei Eiche stößt aus dem NW ein neues Tal an die Wuhle. Es beginnt als Rinne im Hechtgraben bei Wartenberg und teilt sich bei Falkenberg. Das nördliche Tal ist zunächst mit Beckensand angefüllt, an der Bahn nach Wriezen hört es auf und geht als schwache mit Oberem Sand ausgekleidete Geländesenke weiter. In der Fortsetzung beginnt ein neues Tal, das bis zur Wuhle weiterläuft. Die Sohle des südlichen Tales liegt bei Falkenberg in 54 m NN. Durch den Oszug wird das Tal stark eingeengt, dann verbreitert es sich zwischen der Ersten und der Zweiten Kohlbecke, die Talsohle sinkt hier auf 53 m NN ab.
Das letzte Beckengebiet im Bereich der Wuhlerinne liegt nördlich Marzahn. Es zieht sich vom Falkenberger Os in östlicher Richtung nach Neu-Ahrensfelde und ist durch Dünen stark verweht, so daß der eigentliche Talcharakter nur in kleinen Teilstücken zu erkennen ist. Die Talsohle liegt bei 52,6 m NN. Aus der Höhenlage der Becken im Bereich der Wuhlerinne kann man die allmähliche Abdachung der Grundmoräne nach S erkennen.
Die Hauptrinne des Wuhletales wird nach der Einmündung der Nebenrinnen von Hönow nur etwas breiter, sie ist steilrandig und tief in die Hochfläche eingeschnitten. Auch beim Eintritt in das Spreetal verbreitert sich der Wuhlelauf nicht. Hieraus ist zu folgern, daß dieses Tal nicht aus eigener Kraft durch Erosion entstanden ist, sondern es ist ein Tal, das bereits im Diluvium angelegt wurde und den Tagewässern heute als Abfluß dient.
Östlich Friedrichsfelde kommt nach kurzem Lauf ein Tälchen von der Hochfläche, es schüttet einen relativ großen Schuttkegel in die Spreeniederung.
Von dem Falkenberger Os verläuft eine mit Beckensand angefüllte breite Rinne in südlicher Richtung zum Zentral-Friedhof. Südlich der unterirdischen Wasserleitung wird das Tal durch eine nordwestsüdöstlich gerichtete Düne in seiner ganzen Breite abgeriegelt. Als schmale Rinne verläuft das Tal westlich des Zentral-Friedhofes weiter bis zum Spreetal.
Zwischen Hohenschönhausen, Lichtenberg und Weißensee sind ausgedehnte Becken auf der Hochfläche vorhanden, sie haben ‚untereinander nur selten Zusammenhang. So zieht sich ein Becken von Hohenschönhausen zum Orankesee und hat durch diesen Verbindung mit einem anderen Becken, das nach S bis an die Ringbahn geht. Ferner sind Becken in Wilhelmsberg, in Lichtenberg, an der Gasanstalt in der
Blatt Berlin-Nord 2