Teil eines Werkes 
1837 = [Neue Nr. 3446] (1937) Berlin-Nord : [geologische Karte] / geolog. und agronom. für die 2. Aufl. bearb. durch C. Dietz ; unter Benutzung der Aufnahme von G. Berendt vom Jahre 1881/82 für die bebauten Gebiete
Entstehung
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ES

Panketal, Dünen. 23

tiefe Kolke sind im Panketale vorhanden, so zwischen der Max­straße und der Reinickendorfer Straße(K. von BüLow 1931). Dieser Kolk ist durch seine oberflächliche Eindeckung mit Sand beachtlich, in größerer Tiefe liegt ein mächtiges Lager Wiesenkalk. Auch östlich Niederschönhausen ist ein mit Sand bedeckter Kolk(Bohr. Nr. 13, Bl. Berlin-Nord) bekannt, unter dem Sand folgt Wiesenkalk bis 14 m Tiefe. Im Zuge der Panke ist noch ein tieferer Kolk zwischen der Brunnen­straße und dem Brunnenplatz vorhanden, der tiefgründig mit Torf und Faulschlammkalk ausgefüllt ist.|

II. Dünen

Auf den großen Sandflächen der Täler und der Hochflächen sind Dünen von nordwestlichen Winden zusammengeweht. Soweit sie nicht durch die. Bebauung zerstört sind, ist an ihnen die charakteristische Parabelform zu erkennen, die man außerhalb Berlins in der Schorf­heide und bei Wilhelmshagen(F. WAHNSCHAFFE 1909) immer wieder findet. Ein langgestreckter Dünenzug legt sich vom Gesundbrunnen bis zum Friedrichshain an den Südrand der Barnim-Hochfläche.

Parabeldünen sind bei Niederschönhausen, Schönholz, in Reinickendorf und im Volkspark Rehberge vorhanden. Die Parabeläste beginnen im Nordwesten mit flachem Anstieg und vereinigen sich zu hohen Kuppen. Hie und da ist auch an kleineren Dünen diese Form wieder zu finden, z. B. in der Königsheide auf dem Blatte Berlin-Süd. Sonst sind nur langgestreckte Rücken zu erkennen, die sich haupt­sächlich in südöstlicher Richtung erstrecken. Auf den Hochflächen ist hie und da die strichförmige Anordnung der Flugsande zu beobachten, aber in der Hauptsache handelt es sich hier nur um unregelmäßig an­gehäufte Dünen, die der obigen Gesetzmäßigkeit nicht unterliegen.

Gelegentlich sind unter den Dünensanden moorige Bildungen be­obachtet worden, so in der Brüsseler Straße und in der Maxstraße. Bei der Wanderung haben die Dünen demnach die Rinnen überschritten und mit Flugsand bedeckt.