Teil eines Werkes 
1837 = [Neue Nr. 3446] (1937) Berlin-Nord : [geologische Karte] / geolog. und agronom. für die 2. Aufl. bearb. durch C. Dietz ; unter Benutzung der Aufnahme von G. Berendt vom Jahre 1881/82 für die bebauten Gebiete
Entstehung
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F. Bohrungen

Die Kenntnis von der Zusammensetzung des tieferen Untergrundes ist in Berlin von Wichtigkeit, da hier die ver­schiedensten Interessengebiete eng vereint sind. Die geologische Karte soll nicht nur dem Wissenschaftler dienen, sie soll vor allem dem Hoch­und Tiefbau sowie dem Wassersuchenden zur Hand gehen. Seien es Gründungsarbeiten in der Innenstadt oder in den Außenbezirken, über­all soll die Karte dem Praktiker ein übersichtliches Bild von der Zusammensetzung der Bodenschichten geben. Da hierdurch die Ver­wendungsmöglichkeit der geologischen Karte eine sehr mannigfaltige ist, so sind aus diesem Grunde die Schichtenverzeichnisse der Tief­bohrungen in größerer Zahl der Karte beigegeben, als dieses sonst bei geologischen Karten üblich ist.

Für jedes der Blätter des Groß-Berliner Stadtgebietes wurde eine Auswahl der in ‚den Archiven der Geologischen Landesanstalt niedergelegten Bohrungen getroffen. Die Schichtenverzeichnisse sind aus Raumersparnis sinngemäß gekürzt, ohne daß hierbei der Wert der Bohrergebnisse beeinträchtigt wurde. In allen Fällen sind die für die Beurteilung des Baugrundes wichtigen oberen Schichten der Bohr­profile genau wiedergegeben, so z. B. der aufgefüllte Boden und das Alluvium mit seinen Moor- und Faulschlammschichten.

Auch die wasserführenden Schichten sind besonders berücksichtigt. Den Angaben der Wasserstände ist nur bedingter Wert beizu­messen, da erfahrungsgemäß der Wasserspiegel in Berlin durch die Wasserentnahme aus dem Untergrunde und durch die zeitweise Wasser­absenkung Schwankungen unterliegt. Soweit die Angaben vorhanden sind, wurden sie den Schichtenverzeichnissen möglichst mit: dem Datum der Beobachtung beigefügt.;

Bei jeder Bohrung ist der Bearbeiter der Bohrproben zu den vorliegenden Schichtenverzeichnissen genannt. Sind einzelne Proben nicht eingesehen, so sind die Angaben des Bohrmeisters in Häkchen gesetzt. Von einer Anzahl Bohrungen ist der Geologischen Landesanstalt nur das Schichtenverzeichnis eingesandt, hier sind die Häkchen bloß zu Beginn und am Ende der Verzeichnisse eingefügt und der Name des Geologen angegeben, der die Deutung der Schichten vorgenom­men hat.;

Die Nummern in der Karte stimmen mit denen der vorliegenden Erläuterungen überein./

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