Teil eines Werkes 
1837 = [Neue Nr. 3446] (1937) Berlin-Nord : [geologische Karte] / geolog. und agronom. für die 2. Aufl. bearb. durch C. Dietz ; unter Benutzung der Aufnahme von G. Berendt vom Jahre 1881/82 für die bebauten Gebiete
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Geologische Übersichtskarte

von Deutschland im Maßstab 1: 200000

Die einzelnen Blätter dieses Kartenwerkes entsprechen den vom Reichsamt für Landesaufnahme herausgegebenen Blättern der Topographischen Übersichts­karte des Deutschen Reiches i. M. 1: 200000. Preis des Blattes 5 RM. Bisher sind erschienen die Blätter:

Trier - Mettendorf , Mainz , Charlottenburg , Berlin ( Nord), Potsdam , Berlin ( Süd), Göttingen , Kassel , Fulda , Sondershausen , Jena , Halle a. S.( Doppelblatt), Stettin , Treptow a. R., Prenzlau , Neustrelitz , Pillau , Kolberg , Wollin, Magdeburg , Braun­ schweig , Hannover , Lauenburg , Stolpmünde, Stolp , Koblenz , Halberstadt , Hirsch­berg, Schweidnitz , Frankfurt a. M., Marburg , Dessau .

Kleine geologische Karte von Deutschland

1: 2 000 000

bearbeitet von W. SCHRIEL

Diese von der Preußischen Geologischen Landesanstalt herausgegebene Karte wendet sich an ein größeres Publikum. Vor allem wird sie für Universitäten und Schulen ein willkommenes Hilfsmittel sein, den Studenten und Schüler mit den Grundzügen der Geologie Deutschlands vertraut zu machen. Zur besonderen Einführung dienen die Erläuterungen, die so gehalten sind, daß sie auch dem der Geologie ferner stehenden Laien eine möglichst kurz gefaßte Erklärung der Karte bieten. An den Bergmann und an den Wirtschaftler wendet sich eine Lagerstättenkarte, die den Erläuterungen beigegeben wurde.

Der Preis der Karte mit Erläuterungen und Lagerstättenkarte jetzt nur noch 1 RM ist so niedrig wie möglich gehalten, damit die Karte möglichst weiten Kreisen zugänglich ist.

Trotz dieses niedrigen Preises zeigt die geologische Karte von Deutschland eine Gliederung der Formationen, wie sie auch wesentlich größere und umfang­reichere Kartenwerke nicht besser aufweisen. Der größeren Einteilung in die Perioden des Archaikums, Präkambriums, Paläozoikums, Mesozoikums und Känozoikums folgt eine Unterteilung in Formationen( z. B. Devon, Karbon, Perm , Trias, Jura, Kreide usw.), die selbst wieder in Unterabteilungen gegliedert wurden. Diese Untergliederung erfolgte vor allem in Rücksicht auf die Formationen, die im deutschen Vaterlande ihre Hauptverbreitung haben; das sind vor allem ge­wisse paläozoische und die mesozoischen Formationen. Die große Fläche des norddeutschen Diluvlums wurde durch die besondere Heraushebung der End­moränen- und wichtigsten Talzüge belebt.

Die Eruptivgesteine, die in Tiefen- und Ergußgesteine gegliedert sind, wurden nach ihrer chemischen Beschaffenheit in saure und basische Gesteine gegliedert und allgemein durch rote und grüne Farbtöne unterschieden. Die Ergußgesteine unterlagen außerdem noch einer Altersgliedernng in alte, mittlere und junge Eruptiva.

Durch die Hervorhebung der wesentlichen tektonischen Leitlinien wurde erreicht, daß die Hauptelemente im Bau Deutschlands klar hervortreten. Das erzgebirgische, herzynische und rheinische Streichen läßt sich in den paläozo­ischen und mesozoischen Gebirgen sowohl im Streichen der Schichten als auch im Verlauf der Verwerfungen meist gut erkennen.

Der lagerstättenkundliche Teil gibt eine kurze Einführung in die wichtigsten Lagerstätten des Deutschen Reiches .