Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 46, Blatt 39 [Neue Nr. 3654] (1905) Drenzig / geognost. und agronom. bearb. durch K. Keilhack
Entstehung
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16 Die geologischen Verhältnisse des Blattes.

der Umgebung von Drenzig und Groß-Lübbichow diese Mächtig­keit mindestens 45 Meter beträgt.

Der Geschiebelehm enthält einen außerordentlichen Reichtum an, Geschieben, das heißt an Steinen der mannigfaltigsten Zur sammensetzung und Größe. Oberflächlich tritt dieser Reichtum wenig in die Erscheinung, weil in den Ackerbaugebieten die der Bestellung hinderlichen Steine bis zur gewöhnlichen Pflugtiefe abgelesen und, hauptsächlich für Wegebauzwecke, verarbeitet

sind. Bisweilen aber bietet sich Gelegenheit, bei Aufdeckung tieferer Teile des Geschiebelehms in größerer Fläche diesen Reichtum staunend zu beobachten. Als vor einigen Jahren Geschiebemergelfelder des Rittergutes Kohlow mit dem Dampf­pfluge auf größere Tiefe umgebrochen wurden, erschien der Boden dicht besät mit großen und kleinen Geschieben in der Weise, wie es die vorstehende Abbildung zeigt, die seinerzeit auf Ver­anlassung des Besitzers, Herrn v. Kaphengst, aufgenommen und in der Landwirtschaftlichen Presse veröffentlicht wurde.