Oberflächenformen und geologischer Bau des weiteren Gebietes.
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tigkeit in der Nähe der Endmoräne am bedeutendsten ist und die ganz allmählich nach S. zu abnimmt. Diese ebenen, im Grunde genommen Schuttkegel darstellenden Sandflächen werden „Sandr“ genannt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass das gröbere Material zunächst der Endmoräne liegt und sich die feineren Sande erst weiter nach S., wo die Geschwindigkeit der Schmelzwasser wesentlich abnahm, anschliessen.
Jeder Endmoränenzug wird also im S. von der ebenen Sandrfläche begleitet, während sich im N. in der Zone der früheren Eisbedeckung der Geschiebemergel anschliesst, welcher die sogenannte „Grundmoränenlandschaft“ bildet. Im Gegensatz zum Sandr ist diese stets mehr oder weniger coupirt; und zwar ist die Oberfläche unmittelbar an der Grundmoräne regellos kuppig, und Berg und Thal zeigen beträchtliche Höhenunterschiede. Die Längsachsen der Kuppen und Rücken stehen nicht selten senkrecht auf dem Endmoränenbogen, so dass sie im Ganzen einen Fächer bilden, der den Bogen vollständig ausfüllt. Weiter nach N. werden die Oberflächenformen sanfter; anstatt der steilen Kuppen finden sich langgestreckte Rücken und ausgedehnte Terrainwellen, deren Mulden- und Sattellinien entweder nordsüdlich — also in der Bewegungsrichtung des Eises — oder ostwestlich — also senkrecht dazu — verlaufen.
Bei dem Eisrückzuge zwischen den einzelnen Stillstandsetappen fielen natürlich die im Eis absorbirten Sand- und Geschiebemassen auf die Grundmoräne nieder, an einzelnen Stellen eine mehr oder weniger durchbrochene Sanddecke erzeugend, die in unmittelbarer Nähe der Endmoräne häufig besonders mächtig ist, Hier findet man auch die Grundmoräne theil- weise mit einer intensiven Bestreuung mit grossen, oft mehrere Cubikmeter messenden Blöcken.
Geschiebemergel, darauf liegende fluviatile Grande, Sande und Thone — letztere sind oft Absätze grösserer Seen, die sich zwischen Eisrand und Grundmoräne bildeten (sogenannte Stauseen) — und Endmoränen sind die Bildungen, die ein Gletscher oder das Inlandeis hervorbringt und die die Hochflächen der Neumark zusammensetzen. Da man, wie eingangs