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Oberflächenformen und geologischer Bau des weiteren Gebietes.
wird in der Literatur als Beyersdorfer Endmoräne bezeichnet (vergl. Erläuterungen zu Blatt Beyersdorf).
Die Folge dieser beiden Endmoränen ist, dass südlich von ihnen ein breiter Sandstreifen, der Sandr, anschliessen muss, während sich nördlich die Geschiebemergel-Landschaften ausbreiten.
Eine weitere Folge des Eisstillstandes bei Beyersdorf war die Bildung eines ausgedehnten Sees, des sogenannten Soldiner Beckens, welches zum grössten Theil auf Blatt Soldin liegt aber auch noch den Ostrand des Blattes Schildberg (im N. an Rosenthal angrenzend) einnimmt. Es verdankt seine Entstehung einem Stausee, der im N. durch den Eisrand bei Beyersdorf und im S. durch die oben geschilderte neumärkische Endmoräne veranlasst wurde. In ihm sammelten sich zum grossen Theil die Wassermassen, welche sich durch das Abschmelzen des Eises bei Beyersdorf bildeten.
Nach W . hatte das Becken eine sich quer durch Blatt Schildberg erstreckende schmale Bucht.
Wir bekommen also folgendes Oberflächenbild, wenn wir im S. mit Blatt Rosenthal beginnen: 1. Sandr der Hinter- pommersch-Neumärkischen Endmoräne, 2. Hinterpommersch- Neumärkische Endmoräne, 3. Grundmoränenlandschaft derselben Endmoräne, 4. Beyersdorfer Endmoräne, 5. Grundmoränenlandschaft der Beyersdorfer Endmoräne, 6. Eingesenkt in die unter 3 angeführte Bildung des Soldiner Becken.
Vergegenwärtigt man sich die oben angegebenen Merkmale der Oberflächengestaltung der vier in Frage kommenden Bildungen, so hat man in grossen Zügen die Oberflächengestalt und den geologischen Bau des weiteren Gebietes, zu welchem Blatt Rosenthal gehört.