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Fall, und hier betrug er dann mehrere, in Pritzwalk und Sktudal'4 Pfennige von jedem Hause'). Er ward in späterer Zeit bisweilen Schoß genannt') und wird jetzt an den meisten Orten Grundjchoß, doch in einigen, wie in Hil- deüheim, noch Worthzins genannt»). Da ihn alle Kauflem«, Handwerker rc. zu zahlen hakten, so ward er auch in sol. chen Dörfern entrichtet, worin jene sich niederließen, und von Häusern und Gärten Besitz nahmen, nämlich in allen Flecken *).
Non den Hufen, welche ein Bürger unter seinen Pflug nahin, wurde ihm die Verpflichtung aufgelegt, den Hufen« Zins, gleich dem gewöhnlichen Landmann, zn entrichten. Am Höchsten scheint er in der Altmark, wegen der schon bewerkstelligten Urbarmachung des Ackerbodens dieser Pro, vinz, und in den Oder-Niederungen wegen der vorzüglichen Fruchtbarkeit dieser Gegend, gestanden zu haben. Der Hu, fcnzins zu Salzwedel betrug jährlich «in ganzes Vierding °), eine damals ungewöhnlich hohe Abgabe, die aber auch der Stadt Frankfurt aufgelegt wurde, wogegen der Zins von einer Hufe zu Prenzlow, Friedland und Landsberg , Vier» ding, zu Lychcn, Neubrandenburg, Müllrose und Deutsch- Krone auf 3 Schilling Pfennige festgesetzt wurde.
Wen man unter die Zahl der Bürger (lim-xH, Lur-
xenses,
1) Beckmann a. a. O. Sp. 150. B. II. Kap. III. Sp. 131.
2) XIIu 6ar3eu eckäer VVorcko 3e tilg VVüichilcle lißßet, Ne »cbolen ckoru Ilertoß« un3e 3er 8ta3e «cliotte» pleßen. l,eges Nluiriei^l. aiitic,. ürunLV. I.ei1>nil. 1. III. ä39.
3) gellottel. iilurtr. p. 80.
ä) Vgl. Landbuch bei den Flecken Blumberg S. 76, Friedland S. 83, Heckelberg S. 00,. Bisdal S. 101, Deyerstorf S. 102 und Urk.. über Dolle in Beckmann'i Beschr a. a. O. Kap. X. Sp. 1l2.
5) Gerckcn'S <7.o3. ckipl. Kr. 1°. VIII. p. ä53.