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mit Ruhm vertheidigt hatte. Er war noch nicht völlig 24 Jahr alt, als ihm der Doctor- Hut aufgesetzet wurde, und also konnte er sich leicht noch höhere Ehrenstufen versprechen.
Diese erfolgten auch. Ohngefehr ein Jahr darauf ward er zum Physico der Stadt Altdorf ernennet, und der Ruf seiner Wissenschaft breitete sich dermaßen aus, daß auch benachbarte Städte seinen Rath und Hülfe in schweren Fällen sich ausbaten. Daneben diente er der studierenden Jugend mit seinem Unterricht und lehrete sowohl die Kunst, die Körper künstlich zu zerlegen und Sceleta zu bereiten, deren viele von seiner Hand auf der Anatomie- Kammer zu Altdorf sich befanden, als auch die Botanik.
Es ward ihm also Ao. 1648 die außerordentliche Profession der Anatomie und Chirurgie aufgetragen, und Ao. 53 kam er in Jungermanns Platz als Professor Botanices und Aufseher des Medizinischen Gartens. Sein Fleiß und rühmliches Verhalten vermehrte den Ruhm der hohen Schule zu Altdorf, und auch von weit entlegenen Orten fanden sich lehrbegierige Gemüter ein. Unter seine rühmliche Bemühungen gehört, daß er ein Theatrum- Anatomicum aufzurichten sich eifrig angelegen seyn lassen, den Medizinischen Garten mit vielen ausländischen Kräutern, Pflanzen und Samen, die er auf eigene Kosten verschrieb, vermehret, es auch durch seine Vorstellungen dahin gebracht, daß ein sogenanntes hibernaculum Ao. 1656 erbaut und dieser Garten um den dritten Teil erweitert wurde. Ihm ist auch zuzuschreiben, daß ein Chemisches laboratorium zu Altdorf erbauet und die Einrichtung der dasigen Apotheke verbessert worden.
Der Ruhm seiner glücklichen Curen machte, daß Churfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg ihn mit dem Titel eines Raths und LeibMedizi begnadigte, welche Ehre ihm auch von den Pfälzischen, Bayreuthischen und Württembergischen Höfen widerfuhr. Wie er der Universität bestes zu befördern sich angelegen seyn lassen, ist nicht allein aus dem, was bisher erzählet worden, sondern auch daraus abzunehmen, daß er 22 mal seiner Facultät Decanus und 5 mal Rektor Magnificus gewesen und beynahe ein halbes Jahrhundert diesem Musen- Sitz gedienet hat.
Sein Tod erfolgte Ao. 1698 am Charfreytage, nachdem er seyn Leben auf 76 Jahr und 7 Monath gebracht und in drey Ehen 17 Kinder erzeuget hatte. Der älteste Sohn hat den Ruhm seines Vaters keineswegs verdunkelt, sondern um ein Großes vermehret, welcher viele Jahre in Altdorf als Professor Medicinae gelebet und als Hochfürstl. Brandenburgischer Leib- Medicus zu Onolzbach gestorben ist. Die übrigen Söhne sind in allen so genannten drey Facultäten berühmt, die älteste Tochter aber ist an den damaligen Professorem in Altdorf, nachmals in Helmstedt und Abt zu Königslutter Fabricium verheyratet worden."
Die Schriften unseres Hoffmann, 12 an der Zahl, sind durchweg medizinischen und botanischen Inhalts und in lateinischer Sprache ge