Vorgeschichtliche Bronzegefäße
des Märkischen Museums.
Dr. Albert Kiekebusch.
1. Der Bronzekessel von Barnewitz. Rathenow
Kreis Westhavelland.
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Vor einigen Jahren( 1925) ist es dem Märkischen Museum gelungen, aus der Sammlung des Pfarrers Schmidt in Ketzin( jetzt in Bad Saarow) einen prächtigen Bronzekessel zu erwerben. Dieser kostbare Fund wurde am Westausgange des Dorfes Barnewitz auf einer Viehkoppel bei Anlage eines Grabens gehoben. Andere Altertümer sind in der Nähe nicht beobachtet worden. Der Bronzeeimer stand auf dem Hausboden des Besitzers, bis ihn ein Maurer entdeckte und Pfarrer Schmidt darauf aufmerksam machte. Weiter war über die Fundumstände nichts zu erfahren, da der Finder längst verstorben ist.( Tafel Ia).
Der Bronzekessel mit 4 kreuzförmigen Henkelansätzen ist am Boden und an einer Stelle des Umbruchs stark beschädigt. Die beiden Henkel fehlen. Der obere Durchmesser beträgt 27,5 cm, der Bodendurchmesser 14,5 cm, die Höhe 12 cm. Gewicht 1100 g. Die Henkelansätze sind mit je 3 Nieten befestigt. Die Nietköpfe sind wie in der Regel bei diesen Kesseln kegelförmig. Unter dem Rande laufen drei größtenteils aus hängenden Dreiecken bestehende Bänder um den Kessel, die von flachen Rillen eingefaßt werden. Das untere Band besteht ausschließlich aus Dreiecken( von 1,1 cm Länge). Die Spitzen sind nach unten gerichtet. Beim mittleren und oberen Bande werden die( 6 bezw. 4 mm langen) Dreiecke stellenweise unterbrochen von schräggestellten Strichgruppen und dem Tannenzweigornament. An den Henkelansätzen sind die Verzierungen überdeckt. Unter den Oesen der Henkel beobachtet man dreimal 3 senkrechte Furchen; an einem Henkel dagegen nur 2. Seiner Form nach steht dieser Kessel zwischen den beiden folgenden Bronzekesseln mit 4 kreuzförmigen Henkelansätzen, die das Märkische Museum schon längere Zeit hindurch besitzt, dem Kessel von Hennickendorf mit kugeligem Boden, und dem von Biesenbrow mit steiler aufsteigenden Wänden und hoher
Schulter.
2. Der Bronzekessel von Hennickendorf,
Kreis Niederbarnim.
Strausley
Dieser Fund wurde dem Märkischen Museum vom Ziegeleibesitzer Wegener 1886 als Geschenk übermittelt. Der Kessel lag ,, einige Fuẞ tief im Sande, ungefähr 300 Meter südlich vom Wohnhause". Der Fundort ist von E. Friedel in der Zeitschrift für Ethnologie 1887 S. ( 534) eingehend beschrieben worden. Friedel hat auch schon richtig erkannt, daß es sich bei dieser Fundstelle nicht um ein Gräberfeld,