Heft 
(1928) 37
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len zunächst dafür Sorge zu tragen, daß sie der so notwendigen Stadt­erweiterung nicht zum Opfer fallen.

Eine sehr wesentliche Aufgabe liegt aber in Berlin auch in der Auf­klärung des Publikums. Diese Aufgabe erstreckt sich ebenfalls nach zwei Seiten. Einmal muß die Oeffentlichkeit über die Bedeutung und den Wert der Erhaltung wenigstens kleiner Teile unseres ursprünglichen Landes unterrichtet werden, dann aber muß das Publikum auf Unsitten aufmerk­sam gemacht werden, die sich im Verkehr mit der Natur herausgestellt haben. In der Umgebung der Großstadt ist immer zu bedenken, daß es sich nicht um einzelne Spaziergänger handelt, sondern um Massenbesuch. Was der einzelne in großen Waldungen vielleicht ungestraft tun könnte, ohne daß es irgendwie auffällt, hat sofort eine andere, man kann fast sagen katastrophale Wirkung, wenn es täglich oder wenigstens Sonntag für Sonntag von Hunderttausenden von Menschen geschieht. Hierhin ist das Abreißen von Zweigen und Abpflücken von Blumen zu rechnen. Wenn jemand eine schöne Blume, einen blühenden Zweig findet, so ist wohl der Wunsch namen: lich bei dem Großstädter begreiflich, sie als Erinnerung an schön verlebte Sonnenstunden mitzunehmen in den grauen Stein­haufen, den nun einmal die Großstadt vorstellt. Aber wer diesen Wunsch hat, möge sich daran erinnern, daß nach ihm noch Tausende und Aber­tausende kommen, denen nun an Stelle des schönen Blütenzweiges ein häßlicher Aststumpf entgegenstarrt. Fast noch schlimmer aber ist die Un­sitte, Stullenpapier usw. wegzuwerfen, das dann bei dem Berliner Massen­verkehr an beliebten Ausflugplätzen in dichter Schicht den Boden bedeckt. Auch unsere Industriellen und Kaufleute gilt es hier zu erziehen, die mit schreienden Plakaten, häßlichen Hochspannungsleitungen, Fabrikschloten und ähnlichen entstellenden Anlagen den Frieden der Natur stören und verletzende Miẞstimmungen in ein schönes Landschaftsbild bringen.

Vielleicht könnten auch die Mitglieder der Brandenburgia, die ja ihr Interesse an den Bestrebungen des Naturschutzes dadurch bekundet hat, daß sie einen Vertreter in die Kommission geschickt hat, in ihren Krei­sen für genügende Weiterverbreitung dieser Gedanken sorgen.

Dr. Hilzheimer.

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Vereinsleben. Dorf Philippsthal.

( Besichtigung am 25. August 1928).

Zwei gedeckte Postkraftfahrzeuge beförderten an 70 Teilnehmer vom Bahnhof in Potsdam. An die Kaffeerast in Rehbrücke schloß sich ein Vortrag des Vereinsarchivars Chr. Voigt über das Dorf Philippsthal. Im weiten Nuthetal belegen, gehört es zu den zahlreichen Neugrün­dungen Friedrichs des Großen, deren der Teltow allein 14 zählt. In den