Armut, Lob der.
La Baume
BRANDENBURGIA.
Inhalt des XXIX Jahrgangs 1920
Berliner Friedensfeier 1763- 11
Classen, Walther
Fechter, Paul- 53
F. Stichworte.
Frühlatènefibel von Hirschgarten v. Gardelegen, Johann- 17 Heimatkunde u. Heimatpflege- 47 Deutscher Heimatschutz als Erziehung zu deutscher Kultur
Hoppe, Dr. Willy 19, 50, 51
Johannsen, Otto Heinrich
Märk. Geschichte im Rahmen brandenb.
Heimatkunde 19
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Kelling, Geh. Hofrat- 25
Kiekebusch, Dr. A.
Kinderschred
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43
Krabbo, Prof. Dr.
Kühnemann, A.- 13 Land Lebus, Grenzen Niedlich, Dr.- 51
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25
Oberbarnim, Geschichte des Kreises
Osten, Wie der deutsche
iſt- 50
24
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entstanden
Regesten der astan. Marfgrafen 51 Reichsbund Heimatschutz und Heimatinſtitut
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53
Rinder( Reste podolischer)- 13
v. Schulenburg, W.
Sitzungsberichte
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43
54
Tankow, ehem. Stadt- 1
Besper, Wilh.- 53
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22, 24, 47, 51
Westpreußen, Vorgeschichte von- 24 Wirth von Weidenberg
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11
17, 51
-
schliericu тану
legen, wo die Kreise Soldin, Landsberg und
Tankow ist jetzt ein vergessenes Dörfchen, daß dem Besucher kaum etwas Merkwürdiges bietet, und doch hat es in der Brandenburgischen Geschichte einmal eine wichtige Rolle gespielt. Es war im Jahre 1348. Der falsche Waldemar war aufgetreten und hatte im ganzen Lande zwischen Elbe und Oder schnell Anhang gefunden, selbst Berlin war zu ihm übergegangen. In denselben Tagen, als er auf dem ,, Hohen Hause" zu Berlin weilte( 20. bis 23. September), kam Markgraf Ludwig, von dem allgemeinen Abfall unterrichtet, aus Bayern an die Südgrenze der Mark, um dann in wildem Ritt durch das Land nach den noch treu gebliebenen Gebieten über der Oder zu eilen. Tankow war sein Ziel, und dorthin entbot er seine Anhänger. Von den Städten Brandenburgs war dieser Ort freilich vielleicht der kleinste und seine Befestigung nur schwach, aber trotzdem war es kein Zufall, daß er ihn zum Sammelpunkt seiner Mannen erwählte. Wohnten doch dort ringsum auf zahlreichen Schlössern die Adelsgeschlechter, auf die er am sichersten rechnen konnte, und die sich als Hauptstütze seiner Macht in der Mark bewährten, die von der Ost, von Wedel, von Uchtenhagen und von Morner. Sie sammelten sich denn auch schnell um ihn, sodaß er bald eine hinreichende Streitschar besaß, um wenigstens das Land über der Oder und das so wichtige Frankfurt verteidigen zu können.
Tankow war dem Markgrafen kein unbekannter Platz. In besseren Tagen hatte er dort oft sein Jagdhorn durch die Wälder erschallen lassen. Von der ganzen Mark hatten ja den meisten Reiz für ihn als leidenschaftlichen Weidmann die ausgedehnten Waldungen des Landes, und vor allem liebte er das weite Forstrevier zwischen Neu- Landesberg( Landsberg a. W.), Ffredeberghe ( Friedeberg) und Nova- Berlyn( Berlinchen). Auch schon die Askanischen Markgrafen, besonders Woldemar, hatten gern in Tankow geweilt, und somit ist uns mancher Brief" erhalten, der von ihrer Anwesenheit dort und zum Teil auch ihren Beziehungen zu dem Orte Kunde gibt.
Zuerst urkundlich erwähnt wird Tankow, damals noch als Dorf, im Jahre 1300. Am 22. Mai dieses Jahres übergab Markgraf Albrecht von