38
43
1
29
40
Inhalt des XXX Jahrgangs 1921
Arbeitsausschüsse( Wahl von)
H. Stichworte.
-
25
-
24
Bahrfeldt, Dr. E., Ehrenvorsitzender
Brandenburgische Mundart 19 Eresus cinaberinus 18
-
Eigene Sache( Heimatschutz)- 20 Erkner
-
17
Hausratte, Wiederauftreten der
Berlin 48
-
Heimatkunde u. Schule
-
-
40
1
46
-
-
27
Heimatschutz, Dr. Niedlich 20 Heimatschutz, Ausschußsiz. Hilzheimer, Dr. Mar Rachel( Kachelofen) Kelling, Geh. Hofrat Kiekebusch, Dr. A. 46, 47 Kothe, Paul
-
-
-
43, 48
- 38
in
17, 19, 21, 45,
Landschaftsformen i. d. Mark- 29 Mammut, Zahn- Abrasionsflächen- 43 Mundart( Brandenb.)
Niedlich, Dr. 20
-
Rauensche Steine
-
19
38
Rickmann, Dr. Carl 1
Scheuermann, W.
-
19
Schöngefärbte Tiere- 19
-
Schwein, frühhistorisches 1
Siedlungsarchäologische Uebungen-45 Solger, Prof. Dr. F. 29
Straßennamen- 17
Teuchert, Dr. H.
Torfschwein 1
-
Trebs, Prof. †- 23
23, 40
Vereinsnachrichten 24
-
Verschmelzung des Heimatschutzes mit der Brandenburgia- 26
45
24
25
26
28
19
46
17
48
18
20
20
-16
44
23
welche er als„ Torfschwein"( sus scrofa palustris Rütimeyer) bezeichnete. Zunächst hielt Rütimeyer das Torfschwein für eine Rasse, welche im Steinzeitalter neben dem Wildschwein in Europa wild lebte, allein schon vor der historischen Periode als wildes Tier erlosch.
Hinsichtlich der Herkunft rechnete Rütimeyer das Torfschwein zu den indischen Hausschweinen, speziell zum Siamschwein, indem er dabei an die ron Wagner und Schinz gebrachte Zusammenstellnng der ostasiatischen Formen von Schweinen anlehnte und die abweichende Bildung des Gesichtsteiles und der Caninprotuberanzen in den Vordergrund der Vergleichung stellte. Wenig später jedoch, beeinflußt durch Herm. von Nathusius' Arbeit( 1864) ,, Vorstudien zur Geschichte und Zucht der Haustiere, zunächst am Schweineschädel", modifiziert Rütimeyer seine Ansicht dahin, daß er nach der Form des Tränenbeines sein Torfschwein für ein Kreuzungsprodukt zwischen indischem und europäischem Schwein, jedoch mit stärkerem Anteil von letzterem anspricht, die Frage, ob sus scr. palustris jemals wild gelebt habe, im übrigen
offen läßt.
Das Interesse am Objekt und erneute Funde auch außerhalb der Schweiz veranlaßten andere Forscher zu weiteren Untersuchungen. So wies Schütz ( 1868) das Vorhandensein des Torfschweines Rütim. an norddeutschen Pfahlbautenfunden aus dem Daber-, Persanzig- und Soldinersee nach, fand Jeitteles in Olmütz( 1872) Reste von gleicher Art, widmete Naumann( 1875) eingehender seine Aufmerksamkeit dem Extremitätenskelett an den Funden des Starnbergersees in Bayern. Die gemeinsamen Resultate dieser drei Forscher gipfeln gemeinsam darin, daß die ihnen vorgelegten Objekte von Tieren herrühren. welche deutliche Domestikationserscheinungen aufweisen. Sie variieren in der Frage nach der Abstammung, indem Schütz und Naumann auf die erkennbare Aehnlichkeit von s. scr. ferus( Gestaltung des Tränenbeines) mit deutlichem Einschlag von s, indicus( Divergenz der Backzahnreihen) basieren; Jeitteles, der Gesamterscheinung nach urteilend, führt die Abstammung auf eine kleine, noch vorhandene, die Inseln der Donaumündung
*) Inauguraldissertation zur Erlangung der Würde eines Doctor Medicinae Veterinariae der Tierärztlichen Hochschule zu Berlin