Heft 
(1923) 32
Seite
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findlichen Gesetzentwürfe zum Schutze der Heimat und der Natur ge­fordert wurde. Ferner bat die Versammlung die preussische Regie­rung, die durch den Tod des Geheimrats Professor Dr. Conwentz erle­digte Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege baldigst neu zu beset­zen.( Das ist inzwischen durch die Ernennung des Herrn Prof. Schönichen geschehen). An den Magistrat Berlin wurde der Antrag auf Erlaß einer Schilderordnung zwecks Abstellung der geschmacklosen Reklame in den Straßen Berlins gestellt. Im Anschluß an die Sitzung fand eine Wan­derung statt, die am Lehnitzsee vorbei längs des Stintgrabens und der Dort hielt Herr Rehberg einen Bäke nach Schmachtenhagen führte. Vortrag über Oranienburgs Natur und Geschichte. Nach einem erfri­schenden Gewitterregen schloß ein prächtiger Spaziergang durch den Wald nach Oranienburg zurück die wohlgelungene Tagung.

Unserem Wunsche nach schleuniger Verabschiedung der Gesetzent­würfe zum Schutze der Heimat und Natur ist inzwischen insofern Rech­nung getragen worden, als durch das Gesetz zur Erhaltung des Baum­bestandes und Erhaltung und Freigabe von Uferwegen im Interesse der Volksgesundheit vom Juli 1922 für Baumbestände in Großstädten oder in der Nähe von Großstädten, Bade- und Kurorten sowie in Industrie­gegenden ein gewisser Schutz getroffen worden ist.

Leider wird auch bei energischer Durchführung das Baum­schutzgesetz, wie wir es kurz nennen wollen, nicht ausreichen, Sachlich nicht, weil es sich z. B. weder sachlich noch territorial. auf geologische Naturdenkmäler wie die Püttberge nicht erstreckt, territorial nicht, weil es nicht das ganze Staatsgebiet umfaßt. Wir brauchen in Preußen nach wie vor aufs dringendste ein Denkmal­schutzgesetz, das sowohl Natur- wie Baudenkmäler umfaßt. Unerläßlich Die preußische ist auch der baldige Erlaß eines Forstkulturgesetzes. Gesetzgebung kann in all diesen Punkten gegenüber der der kleineren Staaten und der des Auslandes leider nur als äußerst rückständig be­zeichnet werden.

Außer unserer Tagung im Frühjahr 1922 sei hier nur kurz der laufenden Arbeiten gedacht. So haben wir z. B. ein Gutachten an die Oranienburger Baupolizei wegen eines Falles von Verunstaltung des Straßenbildes erstattet, wir haben an den Herrn Kultusminister eine Eingabe gegen die Veränderung des Schinkelschen Grabdenkmales für die Gefallenen von 1813 auf dem Kirchhofe von Großbeeren gerichtet; wir haben ferner gegen die Anlage von Kiesgruben südlich des Anna­tales bei Strausberg Einspruch erhoben. Ferner haben wir dem Magistrat von Berlin und dem Provinzialausschuß von Brandenburg Vorschläge wegen des Verzeichnisses der auf Grund des Baumschutzgesetzes zu schützenden Baumbestände, Grünflächen( Wiesen usw.) sowie Uferwege an Seen und Wasserläufen gemacht.

Vorstehendem Bericht, der bereits vor einem Jahre geschrieben wurde, aber leider erst jetzt abgedruckt werden konnte, sei nur noch die Mitteilung hinzugefügt, daß am 9. September 1923 in Buckow aber­mals eine Heimatschutztagung der Brandenburgia" stattgefunden hat, auf der Herr Oberförster Bouvier über Heimatkunde und Forstwirt­schaft", Herr Stadtarchivar Mirów über die ,, Geschichte Buckows und

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