Das Märkische Museum der Stadt Berlin blickt in diesen Tagen auf eine Geschichte von 50 Jahren zurück.
1874 wurde es durch Beschluß der städtischen Behörden vom 9. Oktober auf Ernst Friedels Anregung als Heimatmuseum gegründet.
Am 1. Dezember erhielten die bis dahin mit dem städtischen Archiv vereinigten Sammlungen im Rathause einen eigenen Raum angewiesen.
Der Begründer des Museums hat nach einem langen, arbeits- und inhaltsreichen Leben schon vor 7 Jahren die ewige Ruhe gefunden. Sein Arbeitsgefährte aber, der am 1. Dezember 1874 den Umzug bewerkstelligte und seitdem bis 1911 den mit erstaunlicher Schnelligkeit anwachsenden Prof. Rudolf Buchholz Sammlungen ein treuer Hüter war darf mit seinen 86 Jahren zu unserer Freude diesen Tag noch in voller Rüstigkeit mit uns feiern.
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Die Geschichte der ersten 25 Jahre des Märkischen Museums ist in der Festschrift 1874-1899 verzeichnet.
Ueber das, was während des zweiten Vierteljahrhunderts geschehen ist, wird eine von den städtischen Behörden herausgegebene Festschrift berichten.
Die Brandenburgia ist seit ihrer Gründung aufs engste mit dem Märkischen Museum verbunden.
Das Heimatmuseum und die Gesellschaft für Heimatkunde verfolgen dieselben Ziele. Sie haben stets für und miteinander gearbeitet. Der Festtag des Märkischen Museums ist auch der Festtag der Brandenburgia.
Dankbar gedenken wir heute des verdienstvollen Mannes, der das Märkische Museum und die Brandenburgia gegründet hat und Jahrzehnte hindurch Magistratsdezernent des Märkischen Museums und Vorsitzender der Brandenburgia war, unseres unvergeßlichen
Ernst Friedel.