Heft 
(1924) 33
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Geschiebemergels gleich westlich des Müggelberges in den Kanonen­bergen angedeutet werden. Da der Geschiebemergel in einer nord­südlichen Zone aufgepreßt ist, haben wir den wirkenden Druck von Osten her anzunehmen, also im Sinne des Spreegletschers. Da diese Aufpressung in den Geländeformen nicht zum Ausdruck kommt, viel­mehr in der Mergelgrube im Jagen 24 der Kanonenberge Abscherung der Mergeloberfläche und Bedeckung durch eine jüngere Grundmoräne sichtbar ist, muß die Aufpressung früher erfolgt sein als am Rande des letzten zurückweichenden Eises, und noch früher muß der Berg be­standen haben. Andererseits besteht er aus Sanden, deren Material erst die Eiszeit hergebracht haben kann. Am Anfange der Eiszeit war also der Berg nicht vorhanden. Innerhalb der Eiszeit ist er sicher gebildet worden. Welchen Anteil wir dabei tektonischen Kräften zu­schreiben dürfen, ist eine Frage, die innerhalb eines geologischen Aus­fluges nicht zu entscheiden ist, die vielmehr einen weiteren Rahmen der Beweisführung erfordern würde.