Heft 
(1926) 35
Seite
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Deutschland und Preußen allgemein geschützten Pflanzen sind in Brandenburg allein 40 Pflanzen unter Schutz gestellt, darunter nicht wenige in Berlin( Tanne, Anemone hepatica, Astlose Graslilie, Aestige Graslilie, Birke, Maiglöckchen, Haselnuß, Weißdorn, Pracht­nelke, Europäisches Pfaffenköpfchen, Farnkraut, Ginster, Sanddorn, Weiße Seerose, Knabenkrautgewächse, Fichte, Birn- und Apfelbaum, Weißwurz, Kirsche, Mandel, Pflaume, Hunds- und Heckenrose, Meer­grüne Rose, Weinrose, Filzige Rose, Schwarzer Holunder, Besen­ginster, Eberesche, Türkischer Flieder).

Das Merkbuch ist nicht nur ein Denkmal für den verstorbenen Begründer der Naturpflege, sondern auch für den gegenwärtigen Leiter, der alle einschlägigen Belehrungen und Angaben mit Umsicht zusammengestellt und dadurch ein erfreuliches Bild der augenblick­lichen Lage gezeichnet hat.

R. M.

H. Wille. Geschichtliches Heimatbuch für die Stadt Kremmen. Nauen 1925. Freyhoffs Buchdruckerei 1,75, geb. 2,50 M.

Der Verfasser widmet dies Buch der Jugend, doch ist es mehr als ein Jugendbuch, denn es bringt auch den Geschichtsinteressenten viel, besonders den Lehrern, den Wanderern und den Mitgliedern der Geschichtsvereine. Ihnen bietet das Buch viel Anregung, um einer­seits von einem festen Bestande geschichtlicher Tatsachen aus For­schungen zur Aufhellung weiter Lücken zu machen, andrerseits aus den wandelnden Geschicken einer märkischen Kleinstadt den großen Zug der märkischen Geschichte zu spüren. Es ist daher dankenswert, daß den 21 Aufsätzen aus der Geschichte und der Kultur der Stadt weitere 28 eingefügt sind, die sich mit der Umgebung geschichtlich und landschaftlich und dann weiter mit den Sagen beschäftigen. Unter den letzteren sind freilich einige, die in keiner Beziehung zu Kremmen und seiner Nachbarschaft stehen und daher wohl hätten fortbleiben können. Ueber die Entstehung des Ortes liegt noch ein Dunkel, das aufzuhellen nicht ganz leicht, vielleicht unmöglich ist, doch hat der Verfasser die erreichbaren Nachrichten benutzt und sie ohne Gewaltsamkeit zu einem verhältnismäßig klaren Bilde der städtischen Entwicklung zusammengestellt. Wenn zum Schluß noch ein Wunsch geäußert werden darf, dann ist es der, bei einer Neu­auflage einen Plan der Stadt mit den Flur- und Straßennamen aufzu­nehmen, und vielleicht auch ein Lebensbild des um die märkische Geschichte verdienten Bürgermeisters Crüvell zu bringen.

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R. Mielke.

Richard Paul, Sagen und Geschichte des Kreises Bees­kow- Storkow. Beeskow, Günther Knüppel& Haeseler, 1925. 2. vermehrte Aufl. 74 S. 1 M.

Im ganzen hat der Verfasser 106 Sagen gedruckt, darunter einen erheblichen Teil aus dem Volksmunde. In einem Anhange gibt er Anmerkungen und Quellennachweise. Er ordnet die Sagen leider nicht nach Stoffen, sondern alphabetisch nach den Ortschaften. Trotz dieses methodischen Fehlers bietet er einen recht erfreulichen und verdienstlichen Beitrag zur Volkskunde seiner Heimat. Es fällt auf, daß geschichtliche Sagen so gut wie ganz fehlen. Aber manches hat