3. (2. ausserordentliche) Versammlung des X. Vereinsjahres.
58
und über astronomische Aufgaben des neuen Jahrhunderts zu hören. Der Vortrag begann mit der Entvvickelungsgeschichte des Fernrohres. Das erste Bild zeigte einen alexaudrinischen Astronomen, welcher mit einem einfachen Stab die Entfernungen der Sterne messen will. Auf dem nächsten erblicken wir das erste grosse Fernrohr aus Holz. Seine
Durchbiegung ist so gross,
erste grosse Fernrohr aus Holz, dass es seinem Erbauer nur einmal gelang den Saturn damit zu sehen. Die dritte Tafel erläuterte schematisch die gebräuchlichen Aufhängungsarten der Fernrohre und die folgenden Bilder gaben Innenansichten der wichtigsten Sternwarten der Welt und lehrten, wie schwierig das Beobachten auf ihnen sein muss im Gegensatz zu der Treptower. Hieran schlossen sich nun zahlreiche Bilder, welche die Errungenschaften des 19. Jahrhunderts demonstrierten und Ausblicke eröffneten für kommende Zeiten. Wir sahen Bilder von Doppelsternen, von Sternhaufen und von Nebelmassen in höchst wunderbarer Form. Der wunderbarste ist der Orionnebel. Hieran schloss sich eine Tafel, welche die Spektren verschiedener Sterne enthielt, welche lehrte, dass neben der Übereinstimmung sich auch bedeutsame Unterschiede finden, ein Zeichen, dass diese Welten verschieden sind. Wunderbar schöne Bilder .demonstrierten den feineren Bau der Kometen, ein anderes Bild bot die Photographie einer Sternschnuppe, die sich deutlich zwischen den Kreisbahnen der Sterne abliob. Diese Spuren waren dadurch entstanden, dass der Sternhimmel längere Zeit auf die Platte wirkte, bis sich eine Sternschnuppe einfand. Darauf wurde eine Reihe von Photographien vorgezeigt, welche leuchtende Wolken darstellten und die merkwürdigen Dämmerungs- ersclieinungen aus dem Jahre 1888. Man führt beide Erscheinungen
Während der Beobachtung.