24
75
Vereinsnachrichten
Vereinsnachrichten
Wahlen
In der Hauptversammlung am 27. April 1921 fand die Neuwahl des Vorstandes und des Ausschusses statt.
Der bisherige 1. Vorsitzende der Gesellschaft, Herr Dr. E. Bahrfeldt, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Der Vorstand besteht jetzt aus folgenden Herren:
Dr. Kiekebusch, 1. Vorsitzender
Prof. Mielke, 2. Vorsitzender Stadtrat Dr. Korn, 1. Beisitzer Prof. Dr. Solger, 2. Beisitzer
Prof. Dr. Zache, 1. Schriftführer
Dr. Straube, 2. Schriftführer Dr. Hilzheimer, Schatzmeister Bankier Preuß, Pfleger Rechnungsrat Voigt, Archivar Regier.- Rat Dr. Keller, Bibliothekar
Dem Ausschuß gehören folgende Mitglieder an:
Prof. Buchholz, Obmann
Rechnungsrat Kerkow
Kontrollinspektor Maurer
Oberst a. D. Noël
Direktor Prof. Dr. Regling
Rentier Rönnebeck
Prof. Dr. Krabbo
Lehrer Wolter als Vertreter der Heimatkundl. Vereinigung des Berliner Lehrervereins
Frau Sanitätsrat Dr. Todt
Dr. Hoppe.
Der neue Vorsitzende, Dr. Albert Kiekebusch, führte ber Uebernahme des Amtes ungefähr folgendes aus:
Meine verehrten Damen und Herren!
Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen und werde alles tun, um mich dieses Vertrauens auch in Zukunft würdig zu erweisen. Meine Grundsätze und Pläne brauche ich Ihnen nicht zu eröffnen, die sind bekannt genug. Indem Sie mich heute wählten, haben Sie diese Pläne und Grundsätze gutgeheißen. In unserer schweren Zeit treten immer neue Aufgaben an die Gesellschaft für Heimatkunde heran. Ich bitte Sie, mich nach Kräften zu unterstützen und alle rastlos tätig zu sein, um den Heimatgedanken nun wirklich in das fernste märkische Dorf zu tragen. Wir wollen beileibe unsere Mitglieder nicht nur unterhalten. Unsere große, schöne Aufgabe ist es, mitzuwirken an der Erziehung unserer Heimatgenossen und damit unseres ganzen deutschen Volkes. Wir müssen unser Volk emporreißen aus dumpfer Entmutigung, Verirrung und Gedankenlosigkeit, emporreißen zu freudiger Arbeit an der glücklicheren Zukunft eines neuen Geschlechts. Das ist unsere Aufgabe für den Wiederaufbau deutschen Volkstums.
Ich bin mir der Ehre, die Sie mir heute angetan haben, voll bewußt, aber auch der Verantwortung, die mir übertragen wird. In dem Augenblick, da ich den Vorsitz übernehme, grüße ich die Manen des unvergeßlichen Begründers dieser Gesellschaft, unseres Ernst Friedel, der mich vor etwa 13 Jahren in die Gesellschaft einführte und meine ersten Vorträge mit freundlichen Worten begleitete. Auch er wäre mit dieser Wahl einverstanden ge
d
fi
d
W