Heft 
(1921) 30
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Vereinsnachrichten

Vereinsnachrichten

Wahlen

In der Hauptversammlung am 27. April 1921 fand die Neuwahl des Vorstandes und des Ausschusses statt.

Der bisherige 1. Vorsitzende der Gesellschaft, Herr Dr. E. Bahrfeldt, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der Vorstand besteht jetzt aus folgenden Herren:

Dr. Kiekebusch, 1. Vorsitzender

Prof. Mielke, 2. Vorsitzender Stadtrat Dr. Korn, 1. Beisitzer Prof. Dr. Solger, 2. Beisitzer

Prof. Dr. Zache, 1. Schriftführer

Dr. Straube, 2. Schriftführer Dr. Hilzheimer, Schatzmeister Bankier Preuß, Pfleger Rechnungsrat Voigt, Archivar Regier.- Rat Dr. Keller, Bibliothekar

Dem Ausschuß gehören folgende Mitglieder an:

Prof. Buchholz, Obmann

Rechnungsrat Kerkow

Kontrollinspektor Maurer

Oberst a. D. Noël

Direktor Prof. Dr. Regling

Rentier Rönnebeck

Prof. Dr. Krabbo

Lehrer Wolter als Vertreter der Heimatkundl. Vereinigung des Berliner Lehrervereins

Frau Sanitätsrat Dr. Todt

Dr. Hoppe.

Der neue Vorsitzende, Dr. Albert Kiekebusch, führte ber Uebernahme des Amtes ungefähr folgendes aus:

Meine verehrten Damen und Herren!

Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen und werde alles tun, um mich dieses Vertrauens auch in Zukunft würdig zu erweisen. Meine Grundsätze und Pläne brauche ich Ihnen nicht zu eröffnen, die sind bekannt genug. Indem Sie mich heute wählten, haben Sie diese Pläne und Grundsätze gutgeheißen. In unserer schweren Zeit treten immer neue Aufgaben an die Gesellschaft für Heimatkunde heran. Ich bitte Sie, mich nach Kräften zu unterstützen und alle rastlos tätig zu sein, um den Heimatgedanken nun wirklich in das fernste märkische Dorf zu tragen. Wir wollen beileibe unsere Mitglieder nicht nur unterhalten. Unsere große, schöne Aufgabe ist es, mitzuwirken an der Erziehung unserer Heimat­genossen und damit unseres ganzen deutschen Volkes. Wir müssen unser Volk emporreißen aus dumpfer Entmutigung, Verirrung und Gedankenlosig­keit, emporreißen zu freudiger Arbeit an der glücklicheren Zukunft eines neuen Geschlechts. Das ist unsere Aufgabe für den Wiederaufbau deutschen Volkstums.

Ich bin mir der Ehre, die Sie mir heute angetan haben, voll bewußt, aber auch der Verantwortung, die mir übertragen wird. In dem Augenblick, da ich den Vorsitz übernehme, grüße ich die Manen des unvergeßlichen Be­gründers dieser Gesellschaft, unseres Ernst Friedel, der mich vor etwa 13 Jahren in die Gesellschaft einführte und meine ersten Vorträge mit freund­lichen Worten begleitete. Auch er wäre mit dieser Wahl einverstanden ge­

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