14. (4. ordentliche) Versammlung des XIII. Vereinsjahres.
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08. Neue Notizen über die Verbreitung und landwirtschaftliche Bedeutung des Hamsters in Deutschland. (Deutsche landwirtsch. Presse. XXVI. Nr. 42. 1899. 474). Vgl. Brandenburgs XII. 301 u. diese Nrn. 75 u. 70.
09. Über fossile Elchreste (Deutsche Jagerz. Bd. 41. Nr. 38 vom 9. August 1903). Vgl. Brandenburgs XII. 322. Fund von Nedlitz bei Potsdam; Spree beim Spandauer Bock; Moor bei Fehrbellin; Haus Zossen; Klinge bei Cottbus.
70. Die Ilerberstaiuschen Original-Holzschnitte des Ur und des Bison. (Wild und Iluud, 25. Sept. 1896. S. 611.)
71. Die Ilerberstainschen Abbildungen des Ur und des Bison (in Landwirtschaftlichen Jahrbüchern von II. Thiel. 1897). Der Titel des Ilerberstainschen Werks, deutsche Ausgabe, lautet: „Moscovia der Ilauptstat in Reissen (Rußland), durch Herrn Sigmunden Freyherrn von Ilerberstain, Neyperg und Guetenhag, Obristen Erbcamerer und öbristen Erbtruckhsessen in Kärnten pp. zusammen getragen, sambt des Moscoviter gepiet, und seiner anrainer beschreibung und anzaigung“ pp. Wien 1557. Besonders wichtig, weil damals der inzwischen völlig ausgerottete Urstier (Bos primigenius), der Stammvater unserer schönsten Rinder-Rassen, noch lebte.
72. Die Verschiedenheit von Bison und Ur (Wild und Hund. Aug. 1896).
73. Über Schlittknochen, insbesondere über einen solchen von der Burg in ßromberg (Wild und Hund. 1897. IIL Jahrg. S. 84). Bespricht auch ein Ex. des Mark. Museums aus Oderberg i. M. Fig. 2.
74. Eine subfossile Hornscheide des Bos primigenius (Naturwiss. Wochenschi’ift vom 10. Dezember 1899 S. 591). Hornzapfen sind massenhaft bekannt, aber der in einem Torfmoore der Oberförsterei Treten, Reg.-Bez. Köslin, ausgegrabene Hornzapfen ist noch mit der eigentlichen Hornmasse (Hornscheide) bekleidet, was bei der leichten Verweslichkeit der letzteren einen sehr seltenen Fall darstellt. Nach den Beobachtungen Wiepkens (Ueber Säugethiere der Vorzeit, Oldenburg 1883, S. 5) gibt es einzelne Moore, die Knochen auflösen, Hörner dagegen erhalten: „Unser Moor* scheint Säuren zu entfalten, welche im Laufe der Zeit Knochen völlig auflösen, dagegen auf Hörner weniger einwirken; denn ich habe eine große Anzahl Hörner von Bos taurus (abgesehen von 2 vorher erwähnten Hörnern des Bos primigenius) aus dem Moor bekommen, die mehr oder weniger gut erhalten sind; dagegen waren alle Knochenreste, die ich bis jetzt im Moor gefunden, butterweich, indem aller Kalk darin aufgelöst zu sein schien.“ (Wiepken a. a. 0.)
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