Neuruppinische Leichenpredigten.
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M -Tosepho Getzio. Anno 1611 den 11. Februarii ist er von hier nacher Stettin des Fürst!. Paedagogium, welches eben zu der Zeit floriret / und sehr berühmt gewesen geschicket / woselbst er unterm Rextore M. Christo phoro Hunnichio in 3 Jahren den Cursum Philosophiae glücklich ab- solviret f auch in Collegiis Philosophicis privatis sich geübet, aucli publice respondiret f von welchem Rectore auch ihm ein Testimonium an die Universität Wittenberg erteilet worden“. Auch in Theologicis übte er sich auf dem Pädagogium. Er studirte in Wittenberg, ging dann nach Stettin, wo er collegia phüosophica privata hält und ein Jahr lang den erkrankten 1). Friedericus Faber Sonntags auf der Kanzel vertrat, und wurde zu Ostern 1617 nach Neu-Ruppin als Schulrektor berufen, welche Schule er „gantz wüste und leer f auch eine unbändige Jugend vor sich gefunden, die er doch durch Gottes Gnade wieder zu rechte gebracht J und darauff den Iß. Aprilis altem Gebrauch nach seine erste Schulpredigt de S. S. Coena magna freqa&ntia Auditorum gelesen.“ Schon am 13. Januar 1618 wurde er zum Diakon berufen und „Montags nach Reminiscere zu Franckfurth“ an der Oder von Hn D. Pelargo auff vorhergehendes exumen zum heiligen Predigtampte ordinirei, behielt aber auch bis Johanni das Schulrektorat und die Vertretung des Conrektors. Noch in demselben Jahre 1618 verheiratete er sich mit Marie Schröder, Tochter des Bürgers Hans Schröder in Stettin. Als diese 1626 starb, wurde am 7. Mai 1627 seine zweite Frau Elisabeth Hecht, und als diese 1638 ein Opfer der Pest wurde, wurde er zum dritten Mal mit Ursula Göttling am Montag nach dem ersten Advent 1639 getraut. Aus seinen drei Ehen hatte er elf Kinder.
Nachrufe sind der Leichenpredigt nicht beigegeben.
9 . Glückwunschgedichte in lateinischer und deutscher Sprache an Andreas Westphal in Neu-Ruppin, als er am 14. Oktober 1653 ui Greifswald zum Magister Artium et Doctor Philosophiae promovirte. Von den Dichtern stammen aus Neu-Ruppin David Schwartzkopff, Sym- masta Neu-Ruppinensis ; J f. Christianus Rosa ; Johannes 1 Iltisse], Chuif. Brand. „Lr/w-Meister im Rupp. District; Johannes Härtell, Scholae Reo- Rupp. Conrector: Johannes FreMorffi'us, Neo-Rupp. March. Scholae ibidem p. t, Collega.
10 . Stellenden Christen Sanftes Häupt- und Schlaft-Küssen / Auf welchem sie in ihrem Tode können selig einsclilaffen J in ihrem Ruhekämmerlein sanft ausruhen und am jüngsten Tage von ihrem Todesschlaff frölich wieder erwachen. Aul! dem güldenen Spruch Chiisti Job. in V. 16 Also hat Gott die Welt geliebet etc. Bey Volkreicher Begängnis des weiland Ehrenvesten, Wolweisen und Wolvornehmen Herrn Heinrich Dhomschlegers, Sei. Rathsverwandten und vornehmen Kauf-