Heft 
(1917) 25
Seite
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Kleine Mitteilungen.

Der I. Vorsitzende Geheimrat Friedei begrüßte die Mitglieder und Freunde der Brandenburgia, welche sich trotz des herrschenden Schneesturms zahlreich eingefunden hatten und dankte dem Vor­steher des Museums, Herrn Gaswerks-Direktor a. D. Arthur Müller für die Gestattung der Besichtigung. Herr Müller, der von mehreren Mitgliedern des Museumsvereins, den Herren Fabrikant Silbermann, Kommerzienrat Elster u. a. begleitet war, hieß die Erschienenen freund­lich willkommen und überreichte Herrn Friedei, der seit Jahren zum Vorstand des MuseamsVereins für das Beleuchtungs- pp. Wesen gehört, die Ernennung zum Ehrenmitgliede auf einem künstlerisch ausgestatteten Diplom mit zugehöriger Mappe. Herr Friedei sprach seinen verbindlichsten Dank aus und bat die Brandenburgia-Mitglieder um gelegentliche Vermehrung der kulturhistorisch so interessanten, insbesondere für die Heimatkunde wichtigen vaterländischen Gegen­stände des Museums, indem er gleichzeitig die außerordentlichen Ver­dienste Herrn Müllers als eigentlichen Begründers des Museums her­vorhob.

Das Museum, welches in sehr lebhafter Geschäftsgegend vorteil­haft belegen ist, hat jetzt ausgedehntere Räume als in seinem alten Heim zur Verfügung, gleichwohl macht sich auch hier bereits eine gewisse Ueberfüllung und daher der Wunsch nach nochmaligem Zu­wachs an Ausstellungszimmern geltend.

Die Führung dauerte V/ 2 Stunden. Allgemeines Interesse er­regten die mancherlei Beleuchtungsbehelfe, welche von unseren braven, unverzagten Feldgrauen für die Unterstände in den Schützengräben angefertigt sind und die häufig einen scherzhaften Charakter tragen.

Nach Beendigung der sehr lohnenden Besichtigung sprach unser I. Vorsitzende mit warmen Worten den Dank der Brandenburgia aus.

Kleine Mitteilungen.

Ein alter Abendmahlskelch in der Kirche zu Briick i. d. Mark. In der Kirche zu Brück wird neben einem schönen gotischen Abendmahlskelch noch ein zweiter, durch Alter und Widmung belang­reicher Kelch gleicher Bestimmung aufbewahrt, den wir in der Ab­bildung wiedergeben. Er trägt die Jahreszahl 1652 und ist nach dem Wortlaut der Stiftungsinschrift von dem Bürger Lorenz Büsse der* Stadt geschenkt worden. Wie soviele Deutsche in jenen Tagen, hat sich Büsse längere Zeit im Ausland aufgehalten. In holländischen Diensten hat ihn sein Schicksal nach dem fernen Ostasien verschlagen, um dieselbe Zeit, wo der in Mödlich a. E. beigesetzte niederländische Admiral Gijsels van Lier in Niederländisch-Indien als Gouverneur