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Neuendorf 4: Geglättetes Feuersteinbeil, Lg. 10,2, Schueidenhöhe 4,7, Nackenhöhe 2,5, Gr. Br. 1,8 cm. Geschenkt von Lehrer Maertens.
Meyenburg 27: Feldsteinhacke,
Lg. 10,2, Schneidenhöhe 5,3, Nackenhöhe 3,7, Gr. Br. 3,6 cm. Geschenkt von Rektor Schmidt. (Abbildung 14.)
Urgermanenzeit.
Kyritz 3u: In Kyritz hatten spielende Kinder in der der Stadt gehörenden Kiesgrube hinter dem Wanderheim eine Urne gefunden. Sie hielten sie für einen Sandklumpen und warfen sie hin. Dabei Abb. 14 . zerbrach sie. Doch ist etwa die Hälfte
Feldsteinhacke, erhalten, sodaß die Form sich einwandfrei
Feldmark bestimmen läßt. Es handelt sich um eine
Meyenburg. graugelbe Urne mit bauchig gewölbtem Unterteil, der mit senkrechten Kannelierungen verziert ist. Der Hals ist hoch, glatt und gerade und schließt mit einem ganz kurzen, schwach ausladenden Rand ab. Von dem Leichenbrand sind nur wenige Stücke erhalten. Die Untersuchung der Fundstelle ergab, daß die Urne 40 cm tief gestanden hatte, ohne jede Steinsetzung und ohne Brandspuren. Beim Abgehen des Geländes fanden sich nirgends Scherben. In unmittelbarer Nähe der neuen Fundstelle sind vor Jahrzehnten Urnen der Großgermanenzeit, 3.—4. Jahrh. n. der Zeitrechnung, gefunden worden.
Dossow 13 : Auf dem Acker des Bauern Adolf Krüger fand der Schüler Martin Schwarz einen kleinen, schmalen, gezähnten Bronzestreifen, der vermutlich als Säge gedient hat.
Kemnitz 9 : Auf einer Fundstelle, auf der schon vor 20 Jahren einige Urnen der Urgermanenzeit geborgen werden konnten, stieß Bauer Jäger bei Anlegen einer Kartoffelmiete wieder auf eine Urne mit reichlich Leichenbrand, die in stark geschwärzter Erde lag. Bei Besuch der Fundstelle ergab es sich, daß der ganze Boden noch mit Steinpackungen durchsetzt ist. Es fanden sich auch noch an verschiedenen Stellen Scherben. Diese Steinpackungen beabsichtigt der Bauer zu roden und hat zugesagt, vorher die Museumsverwaltung zu benachrichtigen, sodaß die vorgeschichtlichen Funde dabei sachgemäß geborgen werden können.
Groß Pankow 4: Auf dem Acker von Bauer Otto Vierjahn wurde ein Urnenfund gemacht. Beim Roden von