Heft 
(1939 - 1940) 1
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flrbeitsbericht

des Heimatmuseums lieiligengrabe.

In den seit Erscheinen unseres- letzten Mitteilungsheftes vergangenen zwei Jahren ist die Museumsarbeit mehr eine Jnnenarbeit gewesen, d. h. sie hat sich in der Hauptsache auf eine Durcharbeitung der vorhandenen Bestände, auf Mit­gliederwerbung und Führung der zahlreichen Besucher, die diese wirklich mit Bedeutung und Gehalt der Sammlungen vertraut machte, beschränkt. Größere Grabungen haben nicht stattgefunden, nicht, weil nicht genügend Fundstätten, von der Zerstörung bedroht, auf sachgemäße Bergung gewartet hätten es lagen andere zwingende Gründe vor, diese Grabungen zurückzustellen. Das Wichtigste aber soll möglichst bald nachgeholt werden.

Aus dem Gebiet der Durcharbeitung unserer Bestände können unseren Mitgliedern in diesem Heft schon einige Proben vorgelegt werden. Einmal ist damit begonnen, in die schönen, übersichtlichen Fundkarten von Matthes, Urgeschichte der Ost- prignitz, all die seit Beendigung der archäologischen Landes­aufnahme im Jahre 1928 hinzugekommenen Fundstellen nach­zutragen. Allein die Fundstellen auf der Karte der steinzeitlichen Besiedlung, die als erste fertiggestellt wurde, haben sich nahezu verdoppelt. Die Karte ist diesem Bande beigefügt. Sie legt von der Dichte der Besiedlung in unserer Heimat schon zur Steinzeit beredtes Zeugnis ab. Die anderen Fundkarten sind auch bereits in Arbeit genommen. Es wird hier eine Unter­teilung der Karten der Großgermanenzeit durchgeführt werden, die Großgermanenzeit vor der Zeitrechnung und die Groß­germanenzeit nach der Zeitrechnung.

Neben dem Hauptkatalog wurde dazu für die neu ein­gehenden Funde außer dem Eingangsinventar ein Zettelkatalog angelegt, auf dem die Fundstücke möglichst genau zeichnerisch dargestellt sind. Zwei dieser von Herrn Guthke angefertigten Zeichnungen, die Steinaxt von Dossow und die Bootaxt von Falkenhagen, sind in Abbildungen beigefügt. Für die kultur­geschichtlichen Sammlungen und die Münz- und Waffensamm­lungen sind Kataloge hergestellt.

Neu aufgestellt ist die Grabung von Döllen, über die ein Aufsatz in diesem Heft berichtet. Es ließ sich räumlich ermög­lichen, den Frauenfriedhof von Kuhbier und den Männerfriedhof von Döllen in zwei sich gegenüberstehenden Schränken unter­zubringen, sodaß der Besucher die Ergebnisse dieser beiden so bedeutsamen Grabungen miteinander zu vergleichen vermag und sich davon überzeugen kann, wie streng getrennt die