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(1.1.2019) 03
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"EEE Eine längst überfällige Gründung Die Fontane Gesellschaft und der Fachbereich Ger­

Zum Abschluß der psychodiagnostischen Ausbildung

Nach dreißig Stunden Lehrveranstaltungen in der psychologischen Disziplin"Diagnostik der Schüler­persönlichkeit und vor dem dazugehörigen Prak­tikum erscheinen uns Reflektionen zu diesem Aus­bildungsabschnitt für angebracht. Geht man vom Ablauf der Lehrveranstaltungen aus, dann ist an Vorlesungen, Seminare und Übungen zu erinnern, deren inhaltliche Gestaltung darauf gerichtet war, Einsichten für die Notwendigkeit dieser Ausbildung innerhalb eines erziehungswissenschaftlichen Stu­diums zu erzeugen sowie Möglichkeiten der Gewin­Nung psychodiagnostischen Materials darzustellen. Neben diesen zentralen Absichten ist noch zu er­wähnen, daß die inhaltliche Gestaltung auch dar­auf abzielte, die Psychodiagnostik nicht als*Ausbil­dungsabschnitt zum Selbstzweck zu verstehen, vielmehr als eine Disziplin, die ihre Aufgaben in der Lösung menschlicher Problemkreise findet.

So gesehen kann eine diesbezügliche Qualifizie­rung dazu beitragen, daß Lehrer besser ihre huma­nistischen Aufgaben erfüllen; aber auch, daß sie sich verstärkt selbst reflektieren, um im Ergebnis in sozialer Interaktion effektiver zu sein. Neben diesen spezifischen Bedeutungen, die man mit Sicherheit ausführlichst referiert in entsprechender Literatur wiederfindet, sei noch erwähnt, daß psychologi­sche Informationen generell als Bildungsgut einer akademischen Ausbildung speziell Lehrerausbil­dung angesehen werden sollten.

Natürlich kann man sich zu diesem Gedanken positionieren. Es ist möglich, die Diagnostik bezo­gen auf die einzelnen Lehrveranstaltungen abzuar­beiten, sie als bleibendes Übel bis zu den unum­gänglichen Hauptprüfungen wegzuschieben. Man kann aber auch solche Beziehungen aufbauen, die dazu veranlassen, sich intensiv mit psychologi­schen Problem und Fragestellungen auseinanderzusetzen. Und dafür gab es in den Lehrveranstaltungen ausreichende Möglichkeiten, zumal man aus studentischer Sicht genügend Frei­räume hatte, um psychodiagnostische Probleme in die Lehrveranstaltungen einzubringen. Problem­sicht allerdings ist das Ergebnis aktiver Auseinander­setzung mit der Sache, setzt also Substanz voraus! Demzufolge gehen qualifizierte Diskussionen zu psy­Chologischen Fragen ans Eingemachte.

Bestimmt existieren vielfältige private Gründe, die das Aufwandbudget für die Psychodiagnostik mini­mieren. Das ist aber teilweise schade, da heute umfassend Fachliteratur zur Verfügung steht, die auch Interesse für die Psychologie erzeugen kann und somit den Blick für andere Menschen, auch für sich selbst, schärft..}

Betrachten wir diese Überlegungen als Anregung, die eigenen Positionen gegenüber der Psychodia­gnostik zu prüfen damit verbunden das bevor­stehende Praktikum.

Wir sehen dieses Praktikum als eine Bereicherung der psychodiagnostischen Ausbildung an, weil Theorie und Praxis zusammenlaufen. Grenzen so­wie Möglichkeiten der Psychodiagnostik in der Schule werden sich verdeutlichen. Erwartungen, die darauf gerichtet sind, dialektische Beziehungen zwischen Theorie und Praxis in der Schule wiederzu­finden, werden mit Sicherheit bestätigt, allerdings auch Erwartungen, die sich auf Kontroversen zwi­schen Ausbildungsinhalten und Schule beziehen. Generell sollte man sich in diesem Praktikum mit Vor-, Nachteilen und den Anwendungsmöglichkei­ten diagnostischer Methoden, Verfahren kritisch auseinandersetzen, um im Ergebnis zuverlässige so­wie weitestgehend objektive Aussagen zum Lei­stungs und Sozialverhalten ausgewählter Schüler Machen zu können.

Und wird erreicht, daß man durch Bewältigung dieses Praktikums die Schülerindividualität besser erkennt, ihr Verhalten besser erklären kann, prinzi­piell mehrfeeling gegenüber dem einzelnen Schüler entwickelt, dann sind wesentliche Zielstel­lungen realisiert, Letztendlich ist Immer eine gewisse Ppsychodiagnostische Kompetenz erforderlich, um die Aufgaben, die mit diesem Praktikum verbun­den sind, effektiv im oben genannten Sinne abzu­arbeiten. Kompetenzen erwirbt man sich selbst, deshalb wird an dieser Stelle für eine entsprechen­de Vorbereitung auf dieses Praktikum plädiert, Als Vorbereitung kann man die inhaltliche Auf­arbeitung vergangener Lehrveranstaltungen anse­hen sowie eine Erweiterung des privaten Kenntnis­Niveaus durch das Studium von Fachliteratur...

Dr. J. Herboth, FB Psychologie

manistik der BLH

Am 15. Dezember 1990 wurde im EduardClaudi­us Club in Potsdam die Fontane Gesellschaft e. V. von 52 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Damit erfüllte sich ein langjähriger Wunsch vieler FontaneLiebhaber im In und Ausland, der bis­her u. a. auch an der kulturellen Obstruktionspolitik in der ehemaligen DDR gescheitert war. Diese Bar­rieren sind weggefallen, jedoch ergaben sich im Vorfeld der Gründungsversammlung noch genü­gend andere Schwierigkeiten, die es zu überwin­den galt. Vieles hing mit dem bis heute nicht end­gültig geklärten Standort des TheodorFontane­Archivs zusammen, welches auch für die Gesell­schaft das sozusagen organisatorische Zentrum bil­den sollte,

ES v SB Asa bareeneeih

Auf jeden Fall ist in der Satzung der Fontane Gesell­schaft e. V. die Stadt Potsdam als Sitz der Vereini­gung festgelegt worden. Festzuhalten bleibt je­doch: die Gesellschaft bedarf des literarischen und wissenschaftlichen Kommunikationsortes Fonta­ne Archiv, um eine effektive Arbeit leisten zu kön­nen!

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, daß sich die Brandenburgische Landeshochschule bisher

Moderne Musik?

Am 16. Januar hatten wir die Gelegenheit, eine Vorlesung etwas ungewöhnlicher Art zu besuchen. Geladen hatte die Musiksektion, Gastreferent war Prof. Jolyon Brettingham Smith, Komponist und Dozent an der HaK(W Berlin).

Allgemeines Interesse war unter uns Studenten schon vorhanden, da Gastvorlesungen leider bis­her zu den Seltenheiten an unserer HS gehörten. 8S war nicht einzuschätzen, wie dieser Abend auf uns wirken würde, Doch ich glaube, jeder Zu­hörer, ob Lehrkraft oder Student, war sehr ange­nehm überrascht.

Auf charmante, humorvolle Art und Weise machte er uns mit seiner Entwicklung vom*er soll doch etwas anständiges studieren Traumbild der El­tern bis zur Hinwendung zur Musik bekannt. Dabei war es sein Wunsch, in seinen Kompositionen*die Welt der europäischen Musik, der traditionellen Ak­kordtypen, mit der"der geistigen und musikali­schen Welt anderer, vorwiegend asiatischer Kultur­kreise( 1987) zu verbinden.

Dadurch entsteht eine dem harmoniegewöhnten Zuhörer ungewohnte Musik, und.die Frage einer Studentin ist schon verständlich: Wie wirkt Ihre Musik auf andere Zuhörer?

Der Schein des Zusammenhanglosen wirkt noch in erster Linie auf uns. Jedoch kann dieses Bild nicht kange halten. Uns wird die Denkweise asiatischer Musik, sicher nur in Ansätzen, bekannt gemacht. Dadurch erst versteht man, an welchem Punkt die traditionell harmonische Musik stehengeblieben ist und wo andere Kompositionsweisen, hier die asia­tische, ansetzen können. Schon geben wir uns mehr und mehr der Musik hin. Es werden Komposi­

sehr engagiert für den Verbleib des Archives In Potsdam eingesetzt hat. Die Ursache ist auch darin zu suchen, daß mit dem Verbleib des Archivs in Potsdam und der in dieser Stadt ansässigen Ge­sellschaft sich vielfältige Möglichkeiten eröffnen, die literar historische Forschung und Lehre in ihrer gesamten Komplexität mit Blick auf das 19. Jahr­hundert umfassend zu profilieren. Hier besteht für den Fachbereich Germanistik der BLH die große Chance, sich relativ harmonisch in eine schon aus­geformte internationale Forschungslandschaft zu integrieren und gerade ihren auch aus der ex­ponierten geographischen Lage betreffs Fontane resultierenden Beitrag zu leisten.

Die mögliche Resonanz und Breite ist der ge­gründeten Fontane Gesellschaft ja bereits inh&­rent. Zum Präsidenten wurde Prof, Dr. habil. Helmut Nürnberger aus Hamburg/Flensburg gewählt. In den Vorstand wurden so profilierte FontaneEdi­toren wie Dr. Gotthard Erler und Dr. Otfried Keiler gewählt,

Vor allem versteht sich die Fontane Gesellschaft aber als internationale Vereinigung der Fontane Freunde, DieFontaneBlätter als Publikations­Organ der Fontane Gemeinschaft seit 1965 ha­ben in dieser Hinsicht eine unschätzbare Vorarbeit geleistet, Davon zeugen Autoren aus 35 Ländern, u. a. auch aus Australien, Neuseeland, Canada, den USA, Japan, Irland und anderen Staaten der Erde. Hier gilt es sofort anzuknüpfen! Der*Fontane­Boom der letzten Jahre, der sich offenbar noch verstärkt, darf vom Fachbereich Germanistik nicht verschlafen werden!

Gute Ansätze gibt es bereits in der nun schon zwei Jahre praktisch sehr wirksamen und auch in einem Vertrag manifestierten Zusammenarbeit zwischen dem Fontane Archiv und der ehemaligen Sektion Germanistik,

Eine weitere Öffnung ist auf vielfältige Art und Weise möglich, so u. a. im gemeinsamen Organisieren von wissenschaftlichen Konferenzen zwischen der BLH, dem Fontane- Archiv, der Humboldt­Universität zu Berlin und der Fontane Gesellschaft. Das wäre die Grundlage eines künftigen*Fontane­Jahrbuches,

Die Gründung der Fontane Gesellschaft war ein erster Schritt. Folgen müssen vielfältige Initiativen, wobei die Brandenburgische Landeshochschule und ihr Fachbereich Germanistik eine deutlich tra­gende Rolle beanspruchen sollten.

Dr. sc. Peter Görlich FB Germanistik

tionen vorgestellt wie:"Im aonal seal( bei mir selbst) und* Ode the western wynde.

Die Stimmungen dieser Stücke( Traurigkeit und Einsamkeit in"Im aonal seal oder Lebhaftigkeit in 7Ode- the western wynde) werden durch Ausnut­zung Charakteristischer Eigenschaften von Instru­menten, etwa bei der Flöte mit dem Blasen einer­seits: gehaltener Ton, und dem Greifen anderer­seits: Tonveränderungen, Klappenschlagen= kur­zer Ton, a rückt, Dabei baut B. S. seine Stücke in traditioneller Form auf, gibt ihnen jedoch durch Verwendung anderer Tontechniken neue musikalische Dimension.

Der Applaus seitens der Zuhörer bleibt da nicht aus. Ich glaube, das Klischeebild: Abneigung gegen­über"moderner neuer Musik ist für kommende und gegenwärtige Musik nicht mehr haltbar.

Sybille Minnich, MD 87.1

URANIABILDUNGSREISEN 1. Halbjahr 1991

URANIA Potsdam

Brandenburger Str. 38

1560 Potsdam

8. bis 10. Februar Reiseziele sind Köln, Bonn und Effelsberg in der Eifel, Teilnehmerpreis: 256,- DM 14. bis 16. März Schleswig Holstein Gemein­schaftsveranstaltung mit der Heimvolkshochschule in Rendsburg/Schleswig Holstein, Teilnehmerpreis: 260,- DM

20. April(Tagestour)

Klassische Bauten im Oderland

Preis ab Potsdam 59,- DM, 6.00 bis 21.00 Uhr

Nr.03/91