Heft 
(1.1.2019) 03
Einzelbild herunterladen

Haltet Euch fest die neuen Mieten kommen!

Vorgestern ging im StuRa ein vom 11. Dezember 1990 datiertes Schreiben des Abteilungsleiters im Studentenwerk Hermn Behrendt an den Rektor der BLH ein, in dem der Vorschlag für neue Mieten in den Studentenwohnheimen formuliert ist. Da heißt es wörtlich:"Gleichzeitig muß über die Höhe der Monatsmiete für die Heimplätze entschieden wer­den. Dazu möchte ich(Herr Behrendt) folgende Vorschläge unterbreiten:

SEuryanthe

= Grundmiete DM 55,- pro Platz

- Reinigungsgebühren DM 15,- pro Platz

= Zimmer mit zentraler DM 5,-pro Platz Wärmeversorgung

= Zimmer/Wohneinheit DM 2,50 pro Platz* mit Dusche und WC

Ende des Zitats, Diese Mieten sollen vorläufig bis

zum 31. August 1991 gelten.

Damit erklären wir uns nicht einverstanden!

Im Einigungsvertrag ist zu diesem Thema folgendes

festgelegt:

1. Die Mietpreisverordnung vom 25. Juli 1990 bleibt bis auf weiteres(Regierungsentscheidung) in Kraft, Darin werden Höchstpreise von DM 1,20

bis DM 1,65 je Quadratmeter(mit Zentralhei­zung) festgelegt.

2. In jedem Fall soll selbst bei einer ent­sprechenden Regierungsentscheidung die Miete unter Berücksichtigung der Einkommensentwicklung erfolgen.(Übrigens hat sich die Bundesregierung jegliche Ände­rungsanträge beim BA verbeten.)

Mietrecht der BRD gilt automatisch auch

Foto: Rüffert

ohne neue Mietverträge. Es ist also nicht erfor­

derlich, die bestehenden Mietverträge abzuän­

dern bzw. neue Mietverträge abzuschließen. Darum fordern wir Euch auf: Unterschreibt bis zu einer Regierungsentscheidung zu den Mietpreisen und der Vorlage einer sauberen Kalkulation durch das Studentenwerk keinen neuen Mietvertrag! Wir fordern außerdem Quadratmeterpreise anstatt der Mieten je Wohnheimplatz!!! Entscheidet Euch, ob Ihr die Reinigung der Wohnheime selbst über­nehmen oder lieber zahlen wollt! Übrigens sollen diese Mieten im April rückwirkend bis Januar auf einen Schlag bezahlt werden(4 x DM 77,50 = DM 310,). Meinungsäußerungen, Vorschläge etc. im StuRa abgeben(Geb. F/Zi. 118)!

Euer StuRa,(11.01.1991)

Krankenversicherung der Studenten(KVSt) ab 1991 auch in den neuen Bundesländern

Ab 1.Januar 1991 steht die gegliederte Krankenver­sicherung auch in den neuen Bundesländern als soziales Sicherungssystem zur Verfügung. Ab dann gilt das im westlichen Bundesgebiet bestehende Recht für Studenten auch in Deutschland Ost, wie die Kaufmännische Krankenkasse KKH mitteilt, Alle niedergeschriebenen Studenten und Fachhochschüler, die keinen Familienhilfean­spruch bei einem Elternteil oder einem Ehegatten (Familienversicherung) in der gesetzlichen Krankenversicherung(GKV) haben, sind dann in aller Regel versicherungspflichtig in der Kranken­versicherung der Studenten(KVSt). Auch die Stu­denten in Deutschland Ost haben freie Wahl sie können Mitglied einer gesetzlichen Wahlkasse (Ersatzkasse) wie z.B. der KKH oder einer Zuwei­sungskasse wie z.B. der AOK werden. Studenten in den westlichen Bundesländern, die bisher privat­versichert sind, können zu Beginn ihres Studiums einer Krankenkasse der GKV beitreten und ihren Versicherungsvertrag beim privaten Versiche­rungsunternehmen mit Wirkung vom Eintritt der Ver­sicherungspflicht in der KVSt an kündigen. Die Versicherungspflicht in der KVSt besteht ab Januar 1991 in ganz Deutschland einheitlich in aller Regel bis zum Abschluß des 14. Fachsemesters, längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Auch wenn diese Grenzen ab 1.1.1991 überschritten wer­den, bleibt die KVSt zunächst bis zum Ende des

6

Wintersemesters 1990/91 bestehen. Deshalb kann auch in einem solchen Fall das Wahlrecht ausge­übt werden, wie die KKH betont, Nähere Informa­tionen über eine mögliche Verlängerung der Versi­Cherungspflicht bei Überschreiten der Altersgrenze oder der Fachstudienzeit wegen der Art der Ausbil­dung oder familiärer bzw. persönlicher Gründe ge­ben die Krankenkassen vor Ort.

Der Beitrag für versicherungspflichtige Studenten ist besonders günstig und beträgt in Deutschland0st für alle Kassen ab Januar 1991 nur 49,50 DM monat­lich. Auch Studenten in Deutschland Ost müssen ab 1.1.1991 den Beitrag selbst entrichten, die bis­herige Zahlungsverpflichtung der Hochschulein­richtungen entfällt dort,

Die Versicherung in der KVSt beginnt mit dem Se­mester, frühestens jedoch mit dem Tag der Einschreibung oder der Rückmeldung an der Hoch­schule in den neuen Bundesländern am 1.1.1991. Schon jetzt können Studenten und Studentinnen in Deutschland0st ihren Beitritt zu einer Krankenkas­se ihrer Wahl zum 1.1.1991 treffen.

Nähere Informationen:

KKH

Kaufmännische

Krankenkasse Halle

JohannesDieckmann Allee 12 1561POTSDAM

Buchtip

Fundiertes Nachschlagewerk zur Methodik und Technik des wissenschaftlichen Arbeitens.

Wer sein Studium erfolgreich bewältigen möchte, braucht gediegene Kenntnisse der Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sowie der jeweils erforderlichen Formvorschriften. Der Stu­dent findet die für eine wissenschaftliche Arbeit notwendigen Hinweise in dem von Manuel R. Thei­sen, seit 1984 nun bereits in 4., überarbeiteter und aktualisierter Auflage, vorgelegten Buch*Wissen­schaftliches Arbeiten. Diese Einführung in das wis­senschaftliche Arbeiten war ursprünglich nur für Studenten der Volkswirtschaft konzipiert, hat je­doch inzwischen einen Adressatenkreis gefunden, der auf Grund des Inhalts und des Aufbaus weit über den sozial und wirtschafts­wissenschaftlichen Bereich hinaus Anerkennung und Verwendung gefunden hat.

Eine übersichtliche Darstellung, rund dreißig sche­matische Übersichten und viele praxisnahe Beispie­le erleichtern die Orientierung und Handhabung des Werkes, Die inhaltlichen Schwerpunkte berück­sichtigen alle wesentlichen Überlegungen und Schritte für den wissenschaftlichen Arbeitsprozeß wie z. B. die Projekt-, Kosten-, Steuer-, Zeit und Terminplanung, die für die Materialübersicht erfor­derlichen Hilfsmittel wie Nachschlagewerke, Biblio­thekskataloge, Bibliographien, amtliche Veröffent­lichungen, Periodika, Informations, Daten und Dokumentationsdienste, wichtige Hinweise für die Materialbeschaffung, die Materialauswertung und bewertung. Schließlich unterbreitet der Verfasser Angaben für den Aufbau und die Manuskriptge­staltung wissenschaftlicher Arbeiten sowie für die Veröffentlichung und den Druck,

Im Anhang findet der Leser eine Übersicht über die DINNormen zum wissenschaftlichen Arbeiten von 1977 bis 1989, ein umfangreiches Literaturverzeich­nis jener Titel, die die Gesamtthematik des Buches berühren, ein Rechtssprechungsverzeichnis sowie ein Namen und ein Schlagwortverzeichnis.

Auf gesetzlicher Grundlage fußend, erfährt der Stu­dent in diesem Leitfaden in komprimierter Form alles Neue und Wissenswerte über das.wissen­schaftliche Arbeiten. Zu diesem nützlichen Nach­schlagewerk sollte der Studierende greifen, wenn er eine Seminararbeit, eine Hausarbeit oder Di­plomarbeit zu schreiben haft, d. h. sein Studium erfolgreich abschließen möchte.

Dr. sc. K. Adamy

FB Geschichte Manuel R, Theisen: Wissenschaftliches Arbeiten. Technik Methodik Form. 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage, Verlag Franz Vahlen München, München 1990, XXI, 240 S., 24,00 DM.

Reisestipendien

Bonn. Die von beiden Regierungen getragene deutsch amerikanische FulbrightKommission hat erstmals Reisestipendien für Studenten und Wis­senschaftier in den fünf neuen Bundesländern aus­geschrieben. Die Stipendien decken die Über­fahrtkosten in die USA. Bewerbungsschluß ist der 10. April 1991. Auskünfte erteilt die FulbrightKommis­sion, Postfach 200 555, 5300 Bonn 2, wo Bewer: bungsformulare erhältlich sind.

(aus: MAZ, 13.12.1990)

Es sind noch Plätze frei

In den Winter und Sommerferien 1991 werden wieder Sprachkurse für Jugendliche und Erwachse­ne nach London/Großbritannien durchgeführt. Dieser Ort wurde ausgewählt, damit die Teilnehmer in den Ferien nicht nur lernen, sondern auch ihren Spaß haben. Die Teilnehmer können ab dem 13. Lebensjahr mitfahren. Auch für ältere Interessenten ab 18 Jahren werden diese Kurse angeboten... Die Teilnehmer erhalten jeweils vormittags 3 Stun­den Englischunterricht. An den Nachmittagen wer­den vielerlei Aktivitäten wie z. B. Ausflüge, Besichti­gungen und Sport angeboten. Damit die Teilneh­mer auch in den übrigen Zeiten Englisch lernen und von der Lebensweise des Landes erfahren, werden sie bei netten ausgesuchten Gastfamilien mit Voll­pension untergebracht, Wer sich für weitere Einzel­heiten dieser Kurse interessiert, bekommt gegen 60 Pf Rückporto eine kostenlose Broschüre von: Barbara Pientok, Postfach 1668 in

W 3330 Helmstedt, Tel.: 05351/ 34679.

Nr.03/91

un WESEN