Heft 
(1.1.2019) 08
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WE Standpunkte/Infos zZ Die Bildnachricht

Am 26. März trafen sich Vertrauensieute der Gewerkschaftsgruppen zu einer Beratung. Hierbei ging es um Fragen der Methodikausbildung, des zukünftigen Landeshochschulgesetzes sowie der Ergebnisse der

Tarifverhandlungen.

Foto: Tribukelt

Finnische Rektoren an der BLH

Eine Gruppe finnischer Universitätsrektoren bereiste vom 17. bis 27.3. 1991 die Bundesrepublik Deutsch­land, um sich über das Thema*Hochschulwesen in Deutschland zu informieren. Der Besuch ging auf eine Anregung des Leiters der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes zurück und sollte der Vertiefung und dem Ausbau der bereits bestehenden Kontak­te zu deutschen Universitäten dienen sowie Verein­barungen über den Studentenaustausch präzi­sieren.

Nachdem die sechs Rektoren vorher in Bonn, Mün­chen und Berlin Ministerien, weitere Dienststellen und acht Universitäten besucht hatten, statteten sie auch einen Nachmittag lang der Brandenbur­gischen Landeshochschule in Potsdam einen Be­such ab, Der I. Prorektor, Prof. Dr. Kempter, und Herr Dr. Glombik, Referatsleiter für Allgemeine Hochschulfragen beim Ministerium für Wissen­

schaft, Forschung und Kultur, informierten die Gä­ste über die akademische Landschaft Branden­burgs, insbesondere über die an der BLH stattgefun­dene Umstrukturierung vor und nach der Wieder­vereinigung Deutschlands,

Großes Interesse zeigten sie für die zur Zeit in den Fachbereichen durchgeführte Einzelevaluierung der habilitierten Hochschulangehörigen(Professo­ren und Dozenten) sowie für die durch die Gründungskommission der Landesregierung in Vor­bereitung befindliche Umwandlung der Hochschu­le in eine Universität,

Wir verstehen jetzt vieles besser bedankte sich der Sprecher der Gruppe, Prof, Dr. Stenlund, Rektor der Universität Turku, als diese nach Besichtigung der Hochschulkomplexe am Neuen Palais und in Golm unsere Stadt wieder verließen.

Dr. Rammelt

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Reaktion

Nachdem ich mit Interesse den Artikel"Antworten und Fragen- Gespräch mit Dr. Krämer(FB Politik­wissenschaft)(HSN 6/91) gelesen habe, möchte ich nun Ihrem Aufruf folgen und einige Gedanken zu diesem Thema zu Papier bringen.

Ja, ein Konkurrenzkampf zwischen zwei Fachberei­chen ist gerade im Interesse der Studenten sinnvoll. Ein funktionierender Markt kann nur dort entstehen, wo es Wettbewerb gibt. Die Hochschule ist idealer­weise ein Markt für Wissen, für Lernen. Wenn nicht wieder der Fehler gemacht werden soll, die Ange­legenheiten der Fachbereiche zentralistisch zu re­geln, dann ist dieser Markt sehr wichtig. In diesem Wissensmarkt entscheiden. dann letztendlich die Qualität des Angebots, welcher der Fachbereiche in Zukunft Studenten haben wird. Mit der Zahl der Studenten wird dann auch entschieden, wie die finanziellen Mittel der Hochschule verteilt werden.

Ein System dieser Form garantiert den Studenten den bestmöglichsten Unterricht. Nur wenn inner­halb der Hochschule ein gesunder Wettbewerb herrscht, kann die BLH den Konkurrenzkampf mit anderen deutschen Universitäten aufnehmen.

Zu den Verkehrsverbindungen möchte ich nur sa­gen, daß diese Frage eigentlich kein Thema sein sollte. Geistige Mobilität setzt auch einen gewissen Willen voraus, sich Schwierigkeiten entgegenzuset­zen. Nun dürfte es doch wohl eine sehr geringe Belastung für die Studenten bedeuten, eine Vor­lesung am anderen Ende der Stadt zu besuchen. Ich möchte an dieser Stelle doch einmal an die Lehrkräfte erinnern, die aus der ganzen Republik angereist kommen, um Vorlesungen an der BLH zu halten.

Merten Johnson FB Politikwissenschaft

Theodor-Heuss-Preisverleihung

Unlängst erhielten einige Novemberrevolutionäre des NEUEN FORUM u.a. vom Herbst 1989, so Prof. Jens Reich und andere, für ihre Verdienste"im Kampf um Freiheit und Demokratie in der ehema­ligen DDR, wie es hieß, auf einer Festveranstaltung die"Theodor-Heuss-Medaille überreicht.

Apropos Theodor Heuss: In der Sitzung des Reichs­tages am 23. März 1933 stimmten er und vier ande­re Vertreter der Deutschen Staatspartei für das berüchtigte*Ermächtigungsgesetz der National­

Nr.08/91

sozialisten unter Adolf Hitler, Wie hieß es doch in der vom Abgeordneten Maier vorgetragenenBe­gründung:"Wir fühlen uns in den großen nationa­len Zielen durchaus mit der Auffassung verbunden, wie sie heute vom Herrn Reichskanzler hier vorge­tragen wurde...

Wir verstehen, daß die gegenwärtige Reichsregie­rung weitgehende Vollmachten verlangt, um un­gestört arbeiten zu können... Im Interesse von Volk und Vaterland und in der Abwartung einer gesetz­

Das WTZ wird AVZ

Über 20 Jahre lang besteht das Wissenschaftlich­Technische Zentrum an unserer Hochschule. In die­ser Zeit waren die Mitarbeiter des WTZ stets darum bemüht, verläßliche Partner für die Lehrkräfte der Hochschule zu sein, wenn es um die Lösung der Probleme der audiovisuellen Technik im weitesten Sinne ging. Diese über viele Jahre geleistete Arbeit brachte es mit sich, daß der Name WTZ zu einem Begriff an unserer Einrichtung wurde.

Um uns an Strukturen und Verfahensweisen ande­rer, bereits bestehender Institutionen anzulehnen, nehmen wir mit dem Beginn des Sommersemesters 1991 Abschied von dem Namen WTZ und nennen uns ab diesem Termin AUDIOVISUELLES ZENTRUM (AVZ).

Das heißt aber nicht, daß sich auch der Katalog unserer Dienstleistungen ändert. Sicher wird er den neuen Gegebenheiten Rechnung tragen müssen, denn marktwirtschaftliche Gesichtspunkte bedin­gen andere Formen der Unterstützung des Hoch­schulbetriebes. Grundsätzlich wird das AVZ aber alle Dienstleistungen erbringen, die für die ord­nungsgemäße Durchführung des Lehrbetriebes er­forderlich sind, in altbewährter Form, neuer Qualität und auch weiterhin kostenlos.

Alle Dienstleistungen, die über diesen Rahmen hin­ausgehen, können, sofern es die Möglichkeiten der einzelnen Bereiche des AVZ zulassen, gegen Berechnung in Anspruch genommen werden, Folgende Leistungen bieten wir den Lehrkräften und Studenten der Brandenburgischen Landeshochschule an:

1. Audiovisuelle Technik

Planung und Realisierung der Ausstattung der Lehrräume mit audiovisueller Unterricht­stechnik;

Ausleihe von Geräten der audiovisuellen Technik(Film- und Diaprojektoren, Ton­bandgeräte, Kassettenrecorder, Platten­spieler, Ferngläser, Fotoapparate u. a.);

Reparaturen an Geräten der audiovisuellen Technik;

Beschallungen und Mitschnitte von Veranstaltungen aller Art;

= Zentrale Beschaffung von Unterrichtstech­nik;

Beratung und Unterstützung der Fachberei­che bei der Beschaffung von Unterricht­stechnik

2. Fotolabor

Anfertigung von Fotoaufnahmen, Repro­duktionen und Vergroßerungen; Ausführung von Grafikarbeiten(Unterrichts­mittel, Werbearbeiten, Entwürfe); = Beschaffung und Ausleihe von audiovisuel­len Unterrichtsmitteln 3. Hochschulinternes Fernsehen

= Sicherstellung des Einspielbetriebes von Videobändern in Lehrveranstaltungen;

Beratung und Unterstützung der Fachberei­che beim Einsatz der Videotechnik;

Bereitstellung von Videotechnik durch das AVZ;

= Beschaffung von Videotechnik im Auftrage der Fachbereiche;

Durchführung von Aus- und Weiterbildungs­maßnahmen für Lehrkräfte(und Studenten) hinsichtlich des Einsatzes und der Bedie­nung von audiovisueller Technik

4. Druckerei/Vervielfältigung

Anfertigung von Drucksachen für die Ver­

waltung und Organisation der Hochschule,

= Durchführung von Kopierarbeiten Bobertz Leiter des AVZ

mäßigen Entwicklung werden wir unsere ernsten Bedenken zurückstellen und dem Ermächtigungs­gesetz zustimmen...

Ein Bravo den Preisträgern!

Dr. Dirk Gentsch Anmerkung der Redaktion: Die Zustimmung zum *Ermächtigungsgesetz bereute Theodor Heuss später, was er auch öffentlich durch Distanzierung bekundete. Dies sei hier erwähnt, um einer einseiti­gen Betrachtung seiner Person entgegenzuwirken.

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