WE Standpunkte/Infos zZ Die Bildnachricht
Am 26. März trafen sich Vertrauensieute der Gewerkschaftsgruppen zu einer Beratung. Hierbei ging es um Fragen der Methodikausbildung, des zukünftigen Landeshochschulgesetzes sowie der Ergebnisse der
Tarifverhandlungen.
Foto: Tribukelt
Finnische Rektoren an der BLH
Eine Gruppe finnischer Universitätsrektoren bereiste vom 17. bis 27.3. 1991 die Bundesrepublik Deutschland, um sich über das Thema*Hochschulwesen in Deutschland” zu informieren. Der Besuch ging auf eine Anregung des Leiters der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes zurück und sollte der Vertiefung und dem Ausbau der bereits bestehenden Kontakte zu deutschen Universitäten dienen sowie Vereinbarungen über den Studentenaustausch präzisieren.
Nachdem die sechs Rektoren vorher in Bonn, München und Berlin Ministerien, weitere Dienststellen und acht Universitäten besucht hatten, statteten sie auch einen Nachmittag lang der Brandenburgischen Landeshochschule in Potsdam einen Besuch ab, Der I. Prorektor, Prof. Dr. Kempter, und Herr Dr. Glombik, Referatsleiter für Allgemeine Hochschulfragen beim Ministerium für Wissen
schaft, Forschung und Kultur, informierten die Gäste über die akademische Landschaft Brandenburgs, insbesondere über die an der BLH stattgefundene Umstrukturierung vor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands,
Großes Interesse zeigten sie für die zur Zeit in den Fachbereichen durchgeführte Einzelevaluierung der habilitierten Hochschulangehörigen(Professoren und Dozenten) sowie für die durch die Gründungskommission der Landesregierung in Vorbereitung befindliche Umwandlung der Hochschule in eine Universität,
Wir verstehen jetzt vieles besser” bedankte sich der Sprecher der Gruppe, Prof, Dr. Stenlund, Rektor der Universität Turku, als diese nach Besichtigung der Hochschulkomplexe am Neuen Palais und in Golm unsere Stadt wieder verließen.
Dr. Rammelt
I TE
Reaktion
Nachdem ich mit Interesse den Artikel"Antworten und Fragen- Gespräch mit Dr. Krämer(FB Politikwissenschaft)”(HSN 6/91) gelesen habe, möchte ich nun Ihrem Aufruf folgen und einige Gedanken zu diesem Thema zu Papier bringen.
Ja, ein Konkurrenzkampf zwischen zwei Fachbereichen ist gerade im Interesse der Studenten sinnvoll. Ein funktionierender Markt kann nur dort entstehen, wo es Wettbewerb gibt. Die Hochschule ist idealerweise ein Markt für Wissen, für Lernen. Wenn nicht wieder der Fehler gemacht werden soll, die Angelegenheiten der Fachbereiche zentralistisch zu regeln, dann ist dieser Markt sehr wichtig. In diesem Wissensmarkt entscheiden. dann letztendlich die Qualität des Angebots, welcher der Fachbereiche in Zukunft Studenten haben wird. Mit der Zahl der Studenten wird dann auch entschieden, wie die finanziellen Mittel der Hochschule verteilt werden.
Ein System dieser Form garantiert den Studenten den bestmöglichsten Unterricht. Nur wenn innerhalb der Hochschule ein gesunder Wettbewerb herrscht, kann die BLH den Konkurrenzkampf mit anderen deutschen Universitäten aufnehmen.
Zu den Verkehrsverbindungen möchte ich nur sagen, daß diese Frage eigentlich kein Thema sein sollte. Geistige Mobilität setzt auch einen gewissen Willen voraus, sich Schwierigkeiten entgegenzusetzen. Nun dürfte es doch wohl eine sehr geringe “Belastung” für die Studenten bedeuten, eine Vorlesung am anderen Ende der Stadt zu besuchen. Ich möchte an dieser Stelle doch einmal an die Lehrkräfte erinnern, die aus der ganzen Republik angereist kommen, um Vorlesungen an der BLH zu halten.
Merten Johnson FB Politikwissenschaft
Theodor-Heuss-Preisverleihung
Unlängst erhielten einige Novemberrevolutionäre des NEUEN FORUM u.a. vom Herbst 1989, so Prof. Jens Reich und andere, für ihre Verdienste"im Kampf um Freiheit und Demokratie” in der ehemaligen DDR, wie es hieß, auf einer Festveranstaltung die"Theodor-Heuss-Medaille” überreicht.
Apropos Theodor Heuss: In der Sitzung des Reichstages am 23. März 1933 stimmten er und vier andere Vertreter der Deutschen Staatspartei für das berüchtigte*Ermächtigungsgesetz” der National
Nr.08/91
sozialisten unter Adolf Hitler, Wie hieß es doch in der vom Abgeordneten Maier vorgetragenen”Begründung”:"Wir fühlen uns in den großen nationalen Zielen durchaus mit der Auffassung verbunden, wie sie heute vom Herrn Reichskanzler hier vorgetragen wurde...
Wir verstehen, daß die gegenwärtige Reichsregierung weitgehende Vollmachten verlangt, um ungestört arbeiten zu können... Im Interesse von Volk und Vaterland und in der Abwartung einer gesetz
Das WTZ wird AVZ
Über 20 Jahre lang besteht das WissenschaftlichTechnische Zentrum an unserer Hochschule. In dieser Zeit waren die Mitarbeiter des WTZ stets darum bemüht, verläßliche Partner für die Lehrkräfte der Hochschule zu sein, wenn es um die Lösung der Probleme der audiovisuellen Technik im weitesten Sinne ging. Diese über viele Jahre geleistete Arbeit brachte es mit sich, daß der Name WTZ zu einem Begriff an unserer Einrichtung wurde.
Um uns an Strukturen und Verfahensweisen anderer, bereits bestehender Institutionen anzulehnen, nehmen wir mit dem Beginn des Sommersemesters 1991 Abschied von dem Namen WTZ und nennen uns ab diesem Termin AUDIOVISUELLES ZENTRUM (AVZ).
Das heißt aber nicht, daß sich auch der Katalog unserer Dienstleistungen ändert. Sicher wird er den neuen Gegebenheiten Rechnung tragen müssen, denn marktwirtschaftliche Gesichtspunkte bedingen andere Formen der Unterstützung des Hochschulbetriebes. Grundsätzlich wird das AVZ aber alle Dienstleistungen erbringen, die für die ordnungsgemäße Durchführung des Lehrbetriebes erforderlich sind, in altbewährter Form, neuer Qualität und auch weiterhin kostenlos.
Alle Dienstleistungen, die über diesen Rahmen hinausgehen, können, sofern es die Möglichkeiten der einzelnen Bereiche des AVZ zulassen, gegen Berechnung in Anspruch genommen werden, Folgende Leistungen bieten wir den Lehrkräften und Studenten der Brandenburgischen Landeshochschule an:
1. Audiovisuelle Technik
— Planung und Realisierung der Ausstattung der Lehrräume mit audiovisueller Unterrichtstechnik;
— Ausleihe von Geräten der audiovisuellen Technik(Film- und Diaprojektoren, Tonbandgeräte, Kassettenrecorder, Plattenspieler, Ferngläser, Fotoapparate u. a.);
— Reparaturen an Geräten der audiovisuellen Technik;
— Beschallungen und Mitschnitte von Veranstaltungen aller Art;
= Zentrale Beschaffung von Unterrichtstechnik;
— Beratung und Unterstützung der Fachbereiche bei der Beschaffung von Unterrichtstechnik
2. Fotolabor
— Anfertigung von Fotoaufnahmen, Reproduktionen und Vergroßerungen; — Ausführung von Grafikarbeiten(Unterrichtsmittel, Werbearbeiten, Entwürfe); = Beschaffung und Ausleihe von audiovisuellen Unterrichtsmitteln 3. Hochschulinternes Fernsehen
= Sicherstellung des Einspielbetriebes von Videobändern in Lehrveranstaltungen;
— Beratung und Unterstützung der Fachbereiche beim Einsatz der Videotechnik;
— Bereitstellung von Videotechnik durch das AVZ;
= Beschaffung von Videotechnik im Auftrage der Fachbereiche;
— Durchführung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte(und Studenten) hinsichtlich des Einsatzes und der Bedienung von audiovisueller Technik
4. Druckerei/Vervielfältigung
— Anfertigung von Drucksachen für die Ver
waltung und Organisation der Hochschule,
= Durchführung von Kopierarbeiten Bobertz Leiter des AVZ
mäßigen Entwicklung werden wir unsere ernsten Bedenken zurückstellen und dem Ermächtigungsgesetz zustimmen...”
Ein Bravo den Preisträgern!
Dr. Dirk Gentsch Anmerkung der Redaktion: Die Zustimmung zum *Ermächtigungsgesetz” bereute Theodor Heuss später, was er auch öffentlich durch Distanzierung bekundete. Dies sei hier erwähnt, um einer einseitigen Betrachtung seiner Person entgegenzuwirken.
3