KULTUR
Kunst zum Anschauen und Kaufen
Ein Besuch in der Carl-von-Ossietzky-Straße 23
Inzwischen hat es sich herumgesprochen, daß sich in der Carl-von-Ossietzky-Straße 23, in Potsdam-West, der TIKA-Laden von Frau Angela Andreas befindet. Belauscht man die Gespräche zwischen ihr und den Kunden, dann fällt die liebevolle und sachkundige Beschreibung der jeweiligen Gegenstände durch Frau Andreas auf.
Im Juli 1990 eröffnete die gelernte Buchhändlerin das Geschäft, in dem man indische Handwerkskunst kaufen oder einfach nur anschauen kann. Auf die Idee, im Haus ihrer Familie, diesen Laden zu eröffnen, kam sie durch die langjährige Bekanntschaft mit einem in München lebenden Inder. Dessen Kontakte zu kleinen Handwerksbetrieben in seinem Heimatland ermöglichen es Frau Andreas, ohne Zwischenhändler, ihre Waren relativ preiswert anbieten zu können. Textilien, Schmuck, Gürtel, Taschen, Messingarbeiten u. a. kann man erwerben. Die schlechte Lage des Ladens, im Vergleich zur Brandenburger Straße beispielsweise, werde weitgehend wettgemacht durch ihre Stammkundschaft, sagt sie. Seit 30 Jahren in Potsdam lebend, arbeitete die Geschäftsfrau vor 1990 im Kunstbuchhandel bzw. im Bibliothekswesen. Ihr Interesse an Malerei und ihre persönlichen Kontakte zu Künstlern ließen sie vor einem Jahr die Idee verwirklichen, in einem Nebenraum ihres Geschäftes eine kleine Galerie zu betreiben. Bis zum 31. Dezember stellt die aus Bernburg stam
mende Diplom-Grafikerin Hella-Kapischke Arbeiten aus.
Befragt nach Kriterien und Maßstäben für „ihre‘‘ Künstler, sagt Frau Andreas:„Ich maße mir kein Urteil über die Qualität von Kunst an, Kunst ist subjektiv.‘‘ Sie will vor allem auch Malern und Grafikern
Zwei weitere Vorhaben seien an dieser
Stelle schon genannt:
— 12. Januar bis 28. Februar 1992 Aquarelle der Potsdamerin Senta Ochs
— 8. März bis 24. April 1992 Indienbilder der Berlinerin Charlotte Herzog von Berg
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Indische Handwerkskunst im TIKA-Laden in Potsdam-West
von außerhalb, z. B. aus dem Hallenser Raum, Gelegenheit geben, auszustellen und zu verkaufen. Sie möchte vielfältige künstlerische Handschriften vorstellen.
Foto: Andreas
Laden und Galerie sind wochentags von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Schauen Sie doch einmal vorbei.
Dr. Barbara Eckardt
Die verrückt-verspielte Komödie„BINGO—- KUCK’ MAL WER DA BELLT“ kommt am 12. Dezember in unsere Kinos.
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BINGO—- Kuck’mal wer da bellt!
Sie kennen einen Hund, der gibt Pfötchen auf Kommando und kann auf zwei Beinen gehen? Nicht schlecht. Aber was ist mit Skateboardfahren? Oder wenn er mal dringend telefonieren muß? Oder— nur für Notfälle: Hat er den Führerschein...? Nun ja, dann sollten wir Ihnen doch mal etwas über BINGO erzählen:
BINGO ist ein süßer Collie-Mischling, ungefähr vier Jahre alt, ein schlauer Hund mit bewegter Vergangenheit. Aus seinem Zirkus-Zuhause wurde er rausgeschmissen und ist jetzt auf der Suche nach einer richtigen Familie, nach jemandem, der ihn liebhat.
Und da kommt Chuckie: Er ist ein kleiner Junge, zwölf Jahre alt und nicht ganz so
stark und mutig, wie er gern sein möchte. Chuckie hat einen entsetzlichen älteren Bruder, einen Profi-Footballer zum Vater (der weniger Tore schießt, als er sollte) und eine nervöse Mutter. Alles was Chukkie braucht, ist jemand, den er einfach nur liebhaben kann.
Und dann fällt Chucki bei einer Mutprobe ins Wasser. BINGO rettet ihn— und eine große Liebesgeschichte auf sechs Beinen nimmt ihren Lauf: über Hunderte von Kilometern und Gerichtsschranken hinweg, durch Gefängnisgitter und Ganoven getrennt, mit Phantasie, Klugheitund Mut verteidigt. Zum Lachen, zum Heulen, zum Nachdenken...(aus Pressematerial)
Nr. 18/91