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KULTUR
Rosi Steinbach-Aquarelle
‚„„ Reiseeindrücke aus Kalifornien und Nevada“
Fünf Jahre nun schon besteht die „Kleine Galerie“ im Primarstufen-Lehrgebäude in der FriedrichEbert-Straße und ist gerade dabei, eine eigene Tradition zu begründen, da müssen ihre Betreiber die wahrscheinlich letzte Ausstellung eröffnen. Als Kleine Galerie das Kulturbundes gegründet, boten ihre lichtdurchfluteten Räumlichkeiten bildenden Künstlern, Studenten, Kunsterziehern und Kindern Gelegenheit, sich einem breiten Publikum vorzustellen. Bis zu einem endgültigen Aus oder einer neuen Möglichkeit ihrer Weiterführung wird improvisiert. Die Austellungsfläche ist kleiner geworden und hat keine guten Lichtverhältnisse, bildet aber in der gemütlich gestalteten Sitzecke einen reizvollen optischen Akzent. Unmittelbar in Nachbarschaft befindet sich die durch Kunststudenten unter Leitung von Ev Joppien im Fachpraktikum eingerichtete Galerie ‚„„W(H)under(t)kinder*‘, welche in diesem Semester Kinder zum Malen und Kunstmalen einlädt. Nachdem sich die Lehrer der künstlerischen Fächer Dr. W. Größel und H. Herzel bereits mit einer Personalaustellung in der Galerie vorstellen konnten, zeigt nun Frau Rosemarie Steinbach Aquarelle zum Thema„Reise nach Kalifornien und Nevada“. Insgesamt vermittelt die Ausstel
Dargeboten werden künstlerische Versuche aller Art von Solisten oder Gruppen. Jeder kann auftreten, ausstellen, publizieren!
Wenn Sie irgend etwas schreiben zeichnen, malen spielen inszenieren
filmen
musizieren fotographieren
lung von ca. 20 Bildern einen angenehmen Eindruck.
R. Steinbachs Aquarelle sind künstlerische Reisenotizen. Es ist das erste Mal, daß die langjährige
Kunsterzieherin sich in der weiten Welt umsehen kann, und sie genießt es und kostet es aus. Man spürt die starke Faszination von Land und Leuten. Die visuellen Reize der kalifornischen Sommerlandschaft mit ihren unermeßlichen Weiten und exotischen Pflanzen haben sicherlich auch einen künstlerischen Impuls ausgelöst. Bildnerisches Erleben als psychologisches Phänomen enthält immer eine gesteigerte Gemüts- und Gefühlsbewegung und als ästhetisches Phänomen eine Vorstellung von etwaiger künstlerischformaler Umsetzung, die gerade
zu zum Malen drängen. In solchem Spannungsfeld vollzieht sich der künstlerische Schaffensprozeß. Impulse sind auch für die Beherrschung des Handwerklichen aus
Foto: Eckardt
gegangen: Eigentlich erst am Beginn künstlerischer Tätigkeit stehend, erzielt R. Steinbach in der schwierigsten Maltechnik überhaupt, dem Aquarellieren, einen Durchbruch. Naß-in-NaßTechnik, lavierender Farbauftrag auf trockenem oder nassem Malgrund und gehöhtes Weiß nehmen Besitz von der Fläche des Papiers, lassen seine Transparenz spannungsvoll zur Wirkung kommen.
Bis auf einige Blätter, die aus der Sicht des Rezensenten nicht jene überzeugende Dichtheit und Ausdruck erreichen, überzeugen die
PODIUM"92 ANGEBOTE
dokumentieren usw.
Von Studenten für Studenten 19. und 20. Mai 19.00 Uhr Obere Mensa
Arbeiten durch ihre Komposition, die Bildspannung und die zu großen Formen zusammengefaßten gegenständlichen Elemente.
Die Landschaften können m. E. in drei thematische Bereiche unterteilt werden: das Meer, Häuser und Bäume, die Exotik der Blumen und Pflanzen. Besonders stark ist die Faszination des Atmosphärischen in den Meereslandschaften spürbar.
Der Bildraum muß nicht in die
| Tiefe gestaffelt werden, Waage
rechte dominieren, Rot und Gelb als Farben der Wärme und Nähe drängen von hinten in den Vordergrund, verflächigen die Komposition. R. Steinbach verläßt sich ganz auf die Kraft des Sensuellen, indem sie die visuellen Lichtreize auskostet und auf der weißen Bildfläche die Wirkungen und Spiegelungen des Lichts auf den Dingen farbig zum Klingen bringt. Hierin liegt der Zugewinn ihres künstlerischen Vermögens. Dort, wo R. Steinbach das Detail der Dinge zurückdrängt, den Bildaufbau der Emotion des Augenblicks überläßt, gelingen ihr Arbeiten, die auch den Betrachter ansprechen können. Der Gesamteindruck verkraftet die schwächeren Bilder, aber das ist normal. Harald Herzel FG-Sprecher der FG Kunst
kurzum: gestalten wollen(in welcher Art und durch welches Medium auch immer), dann beteiligen Sie sich bitte!
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Bereich KULTUR Die Mitarbeiter