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(1.1.2019) 18
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Nr. 18/92 Seite 16

Sa

KULTUR

(V. Flugblatt der Weißen Rose)

PodiumsgesprächWider­stand im totalitären Staat Angesichts der leider nicht sehr zahlreich erschienenen Besucher dieses Podiumsgespräches. be­merkte dessen Leiter, Prof. Dr. Julius H. Schoeps, daß es in er­ster Linie auf Sachverstand an­komme.

Wie zu erwarten, gab es unter den anwesenden Wissenschaft­lern Meinungsverschiedenheiten über Sinn und Möglichkeiten des Begriffes Widerstand. Sie bezo­gen sich u. a. auf die vorhande­nen oder nicht vorhandenen Konzepte der Widerständler, den Widerstand in demokratischen Staaten sowie in der Gegenwart. Klar ist jedoch wohl, daß es sich um einen historisch zu fassen­den Terminus mit politisch­moralischen Komponenten han­delt. Er umfaßt ein breites Spek­trum viele Formen umfassenden Handelns(vom aktiven politi­schen Kampf gegen das beste­hende System als Ganzes bis zur

Resistenz). Festgestellt wurde auch, daß die Grenze zwischen demokratischen und totalitären Staaten fließend sein kann und dementsprechend der Wider­stand innerhalb dieser im jewei­ligen historischen Umfeld zu sehen ist. Betont wurde weiter­hin, daß sowohl in der westdeut­schen als auch in der ostdeut­schen Geschichtsschreibung der Widerstandskampf, aus jeweils unterschiedlichen Motiven, le­gitimatorische und systemstabi­lisierende Funktion trug. Beson­ders nach 1945 sei der Wider­stand auf allen Seiten herorisiert worden, was heute eine detail­lierte und differenzierte wissen­schaftliche Aufarbeitung erfor­dere.; Wie bei jeder derartigen Veran­staltung konnten den Interessier­ten Denkanstöße vermittelt wer­den. Aber nicht nur ich habe gespürt, daß hier über weite

Teilnehmer des Podiumsgespräches:

Prof. Dr. Julius H. Schoeps, geschäftsführender Direktor des FB Geschichtswissenschaften und Leiter des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien

Franz J. Müller, Vorsitzender der StiftungDie Weiße Rose,

München

Prof. Dr. Rolf Grawert, stellvertretender Gründungsrektor und Gründungsdekan der Juristischen Fakultät

Prof. Dr. Karl Rohe, Gründung wissenschaften

sbeauftragter für den FB Sozial­

Prof. Dr. Helene Harth, Gründungsbeauftragte für den FB Roma­

nistik

Prof. Dr. em. Kurt F inker, ehemals FB Geschichtswissenschaf­

ten

Dr. Uta Sändig, FB Germanistik Ines Reich, Forschungsstudentin im FB Geschichtswissenschaf­ten

Strecken zu vordergründig theo- I

retisiert wurde. B.E.

Sonntag ist Kabarett-Tag!\

Am Sonntag sei es im Kabarett besonders schön, behaupten je­denfalls die Potsdamer Kabaret­tisten und unterbreiten ein freundliches Angebot: Ab sofort kosten die Eintrittskarten ‚sonn­tags nur noch die Hälfte! Zu zahlen sind dann in den drei

Kategorien: 10,00 DM; 7,50 DM und 6,00 DM. Lediglich bei

Gastspielen und Premieren ent­

fällt die neue Regelung. Die*

Ermäßigungen für Studenten, Arbeitslose und Rentner blei­ben an den anderen Tagen erhal­ten.

Johanna Lesch, Andrea Meissner, Barbara Kuster(v.L.n.r.) im ProgrammHau mir in die Augen, Kleines Foto: U. Schmidt

Jan Gillan hat abgesagt. Deshalb präsentiert der LINDENPARK: THE X-MAS ROCK PARTY mit UFO

Besetzung: Phil Moog-original-vo­cals, Pete Way-original-bass, Law­rence Archer guitar, Clive Edwards drums

und ANDY SCOTTS SWEET special guest: BLIND PETITION

Termin: 22. 12. 92 ab 21.00 Uhr (Einlaß ab 20 Uhr)!

Preis: Karten zu DM 28 gibt es im Vorverkauf in der Potsdam-Infor­mation, Friedrich-Ebert-Str.

Der Abendkassenpreis beträgt

DM 32!

- Freitag/Samstag(im Di.- Do. ermäßigt

WIR ERWARTEN SIE: - täglich(außer montags) 20.00 Uhr

NEU: Sonntag ist Kabarett- Tag! " Alle Karten zum halben Preis.

Cafe Klatsch) 22.00 Uhr er Eintritt für Studenten