SPORT
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Seit 1950 gibt es am Institut für Körpererziehung in Potsdam eine Skiausbildung. Nachdem Günther Dießner 1956 die Fachschaft Wintersport gegründet hatte, setzte auch eine planmäßige theoretische und praktische Aus- und Weiterbildung der an der Skiausbildung beteiligten Lehrkräfte ein.
Im Jahre 1960 wurde dann mit einer Spezialausbildung für Studenten im Fach Skilauf begonnen, die den Anfängen einer Skilehrerausbildung gleichkommt. Die so ausgebildeten Studenten wurden fast ausschließlich in Schulen von Ge- birgsregionen eingesetzt und arbeiteten auch im außerschulischen Bereich. Schließlich fand die Ausbildung Aufnahme in die Lehrprogramme für die Sportlehrerausbildung und hat bis in die heutige Zeit Bestand. Schon 1959 erhielt Günther Dießner eine Einladung zum Internationalen Skikongreß. Seine aktive Mitarbeit und seine Beiträge zur Theorie und Methodik des Skilaufs führten dazu, daß er 1965 in Bad Gastein in den Arbeitskreis „Skilauf an Schulen“ berufen wurde, wo er bis 1967 mitarbeiten konnte. Danach wurde ihm eine weitere Mitarbeit in diesem internationalen Gremium untersagt, seine Teilnahme an den Tagungen und Kongressen ohne jede Begründung abgelehnt, obwohl er inzwischen als Leiter der Arbeitsgruppe Wintersport an Universitäten und Hochschulen der DDR fungierte und damit für die Weiterbildung aller Skilehrkräfte der Institute für
Skilehrerausbildung in Potsdam
Sportwissenschaft, für die Lehrprogramme Wintersport in der Sportlehrerausbildung und für die Entwicklung der Schullehrpläne in diesem Bereich maßgeblich Verantwortung trug.
Die Arbeit gestaltete sich zunehmend komplizierter und schwieriger, weil nach 1968 der Skilauf als Leistungssport nicht mehr gefördert und damit auch seine Berechtigung in der Sportlehrerausbildung seitens
Präsidenten des Arbeitskreises „Skilauf an Schulen und Hochschulen“, Herrmann Andresc (Wien), ermöglichte dem Potsdamer Streiter die Teilnahme am 14. Kongreß des Internationalen Verbandes für Skilehrwe- sen in St. Anton.
Der Wiederaufnahme in den Arbeitskreis, der Aufforderung zur Mitarbeit im Bereich des Skilaufes an Hochschulen folgte die Bitte seitens des Präsiden
einiger Funktionäre in Frage gestellt wurde. In harten Auseinandersetzungen, durch viel Überzeugungsarbeit in den Instituten für Sportwissenschaft und nicht zuletzt durch die fachliche Kompetenz von G. Dießner ist es gelungen, den Skilauf in der Ausbildung von Sportlehrern zu erhalten.
Die Zeit der Aussperrung endete 1991. Eine Einladung des
ten, die Entwicklung des Skilaufes in der ehemaligen DDR darzustellen. Eine umfangreiche Dokumentation zu technischen, methodischen und organisatorischen Fragen des Skilaufes an Schulen und Hochschulen der ehemaligen DDR erregte in Fachkreisen Aufmerksamkeit und belebte nicht zuletzt Kontakte zu alten Bekannten. Zugleich entstanden
aber auch für die derzeitige Arbeit notwendige neue Beziehungen.
1992 erfolgte dann die erste Einladung zum Treffen des Lehrteams des Deutschen Skilehrerverbandes, wo nach sehr sachlicher Diskussion und einem „skipraktischen Ken- nenlemen“ der Universität Potsdam aufgrund einer Ausbildungsvorlage als erster Universität in den neuen Bundesländern das Recht zuerkannt wurde, Skilehrer auszubilden, die außerhalb von Bildungseinrichtungen arbeiten können. Dadurch bietet sich für einen Teil der Studenten die Möglichkeit, über weitere Ausbildungsgänge im Schwerpunktfach Ski sich auf die Prüfung als Verbandsskilehrer des DSLV vorzubereiten und damit ein neues Berufsfeld zu erschließen.
Zu erwähnen ist die gute und sachliche Beratung seitens des Deutschen Skilehrerverbandes durch seinen Vizepräsidenten Prof. Hansjörg Held, dem an dieser Stelle noch einmal gedankt werden soll.
Trotz aller Schwierigkeiten haben nun die ersten Studenten die Skilehrerprüfungen bestanden und ihre Ausweise erhalten, mit denen sie dem Deutschen Skilehrerverband angehören und der ihnen die Verpflichtung auferlegt, in diesem Verband mitzuarbeiten und sich ständig zu qualifzieren. Der Inhaber eines solchen Ausweises ist verpflichtet, seine Qualifikation alle vier Jahre in einem Lehrgang unter Beweis zu stellen.
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