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KULTUR
Gastspielbesuch
Manche mögen's heiter
in Köln und Nantes
Das Studententheater der Universität Potsdam, DeGater '87 begibt sich Mitte März auf Fe- stivaltoumee. Zunächst gastiert die Gruppe mit ihrem im Juli letzten Jahres mit großem Erfolg zur Premiere gebrachten Stück „JELISAWETA BAM" vom russischen Avantgardisten Daniil Charms während der Deutsch-Britischen Universitätstheaterwoche in Köln, wo jeweils vier Gruppen aus beiden
dieses Jahres das 1. Internationale Potsdamer Studententheaterfestival „UNIDRAM ’94“ mit Theatergruppen aus Polen, Tschechien, Estland und Litauen ins Leben rufen wird. „Köln und Nantes werden unsere Vorstellungen betreffs Organisation und Realisation konkreter machen und den Blick für die Details hoffentlich schärfen.“
Für die Gruppe, die im letzten Jahr schon in Köln gastieren
Szenenfoto
Ländern ihre Produktionen vorstellen werden. Unmittelbar darauf reisen die zwölf Akteure weiter in Richtung französische Atlantikküste, wo sie dem großen und international renommierten Universitätstheaterfestival „Le Globe“ ihren Theateratem einhauchen wollen. „Der Besuch der beiden Festivals größeren Stils ist enorm wichtig, nicht nur des künstlerischen Erfahrungsaustausches wegen“, so Franka Schwochow, Hauptdarstellerin der aktuellen Inszenierung. Die Gruppe hofft vor allem auch, einige wichtige Einsichten hinsichtlich des Ablaufes eines solchen Festivals erlangen zu können. Der Grund dafür ist, daß DeGater '87 mit hilfreicher Unterstützung der Universität vom 22.-26. Juni
sollte, aus Examensgründen jedoch leider kurzfristig absagen mußte, gilt es nun, sich erstmals auch international und als erstes Studententheater aus den neuen Bundesländern überhaupt, in Nantes vorzustellen. Einem Festival, das auf die Arbeit und Erfahrungen eines ostdeutschen Uni-Theaters mit besonderer Spannung wartet; gleichfalls bedeutet dies, die Universität sowohl national als auch international zu repräsentieren und stärker ins Bewußtsein der universitären Öffentlichkeit Europas zu rücken. „Was für die Uni gut ist, dient dem Festival und umgekehrt. Den Boden bereiten für „UNIDRAM '94“, so lautet die Devise der Gruppe.
Togo
Dem Heiteren hat sich der Stuttgarter Consens-Verlag verschrieben. Im Oktober 1993 erschien das 19. Buch dieses relativ jungen Verlages unter dem Titel „Potsdamer ABC“. Gedacht zum Verschenken oder als Erinnerung für Touristen, vereinigt dieses Büchlein Gereimtes und Illustrationen.
Wer Spaß an leichten Epigrammen hat, kann sich von A bis Z zum Thema Potsdam an ihnen erfreuen.
Die vorwiegend Zweizeiler stammen vom Kleinmachno- wer Autor Jobst Rapp, die Illustrationen von der Wahl- Potsdamerin Tanja Neljubi- na.
Cecilienhof, Charlottenhof, Holländer Viertel, Friedrich II., Voltaire, Humboldt, Lenne sind einige der Potsdam- Spezialitäten, die schreibend und zeichnend vorgestellt werden.
Schade, daß historische Namen und Begriffe in Fußnoten inkonsequent und teilweise sachlich falsch aufgeführt sind. So wurde das Schloß
Tanja Neljubina steuerte die Illustrationen für das „Potsdamer ABC“ bei, hier Friedrich II.
Sanssouci im 18. Jahrhundert erbaut (S. 40) und der Architekt Erich Mendelsohn 1887 geboren (S. 48).
Angereichert ist der Band im zweiten Teil mit „RAPPun- zeln“, humorvollen Versen zu unterschiedlichen Themen.
B. E.
Jobst Rapp
Potsdamer ABC garniert mit RAPPunzeln Consens-Verlag
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